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Leserbrief: Das große Bankensterben

Leserbrief : Das große Bankensterben

Filialschließungen

Zu unserem Bericht „Isleker kämpfen für ihre Filialen“ (TV vom 1. Februar) und „Bargeld bleibt: Kompromiss für Islek-Filialen“ (TV vom 14. Februar) schreiben diese Leser:

Zum einen melden beide Banken – die Raiffeisenbank Westeifel und die Kreissparkasse Bitburg-Prüm –  mehr als zufriedene Ergebnisse, zum anderen streicht man radikal das Filialnetz zusammen. Besonders betroffen ist die Verbandsgemeinde Arzfeld mit den Schließungen der Raiffeisenbankfilialen Daleiden und Waxweiler.

In Waxweiler schloss die Kreissparkasse bereits zum Ende 2019 ihre Filiale und in Daleiden Anfang 2018. Auch die Kunden dieser Regionen haben zu den guten Bilanzen der beiden Banken beigetragen.

Völlig unverständlich ist, dass die Raiffeisenbank Westeifel die Filialen in der Verbandsgemeinde Prüm ausbaut und dafür die Filialen in Waxweiler und Daleiden opfert, obwohl in Prüm die Versorgung ohnehin schon sehr gut ist.

Mit der aufwändigen und sinnvollen Aktion „Zukunfts-Check Dorf“ versucht man seit Jahren, unsere Dörfer im Eifelkreis Bitburg-Prüm lebenswert, zeitgemäß und zukunftsfähig weiter zu entwickeln, nur machen unsere lokalen Banken hier nicht so richtig mit. Der öffentlich-rechtliche Auftrag der Kreissparkasse und der genossenschaftliche Auftrag der Raiffeisenbank Westeifel spielen offenbar keine Rolle mehr.

Statt immer mit dem gleichen Reflex zu reagieren, nämlich Filialnetze auszudünnen, könnte man die Angelegenheit seitens des Managements auch etwas kreativer angehen. Eine Idee ist beispielsweise die gemeinsame Nutzung von Filialen, wie es im Raum Frankfurt bereits heute praktiziert wird. Dort gibt es jetzt schon 50 gemeinsame Bankfilialen der Frankfurter Volksbank und der Taunus Sparkasse. Das wäre doch auch ein tolles Modell für unsere Region. Wir appellieren an die Verantwortlichen, ihre Filialnetzplanungen im Sinne ihrer Kunden noch einmal zu überdenken!