Leserbrief: Groß, dreckig und tödlich

Leserbrief : Groß, dreckig und tödlich

Zu unserer Berichterstattung über den Riesenbärenklau schreibt dieser Leser:

Schon seit Jahren breitet sich im Vulkaneifelkreis und dem gesammten Bundesgebiet eine gefährliche Subspezies des Menschen aus: der SUV, ursprünglich beheimatet in den USA. Der SUV, auch speziellumweltzerstörendes Verkehrsmittel genant, bereitet vorwiegend den Parkhäusern und Parkplätzen immer größere Probleme. Tonnnenschwer wiegende Metallpanzer trotzen den Spritpreisen und scheren sich einen Dreck um den Klimawandel. Im Gegenteil: Führt doch der Einsatz dieser Spezies zu einer schnelleren und besseren Erwärmung des Klimas und damit auch zum Abtauen des arktischen Eises,was zur Folge hat, dass mit der dann anstehenden Erdölgewinnung endlich der Spritpreis wieder sinkt und zwar ins Bodenlose und mit ihm dann auch der Rest der Welt.

Das sind die wirklichen Probleme und der seit Jahren mantrahafte Hinweis über die ach so giftigen Bärenklaupflanze. Ich kann es nicht mehr hören. Tausendmal giftiger ist das Jakobskreuzkraut, mit Todesfolgen, der japanische Knöterich, wuchert alles zu, mit schwerwiegenden ökologischen Folgen für die Flora und Fauna, bitte sofort ein Einsatz.

Ich habe auch schon mal so einen „Kampf“-Einsatz der Bundeswehr im Nachhinein gesehen- danach war meines Erachtens der Schaden durch das Ausgraben um ein Vielfaches höher, als die Pflanzen selbst jemals der Umwelt und dem Menschen zufügen können. Haben wir hier in der Vulkaneifel eigentlich keine anderen Probleme? Da fahren benzinbetriebene „Oldtimer“ mit ohrenbetäubenden Lärm quer durch die Vulkaneifel, durch Naturschutzgebiete, offensichtlich mit Genehmigung durch die Naturschutzbehörde. Der damit verbundene Schaden ist um ein Vielfaches höher. Aber Abgaswolken drüber. Und nebenbei gesagt: Was hier in den verbliebenen Gärten so alles an nicht heimischen Arten angebaut wird und wächst, was so alles von Hobbytierhaltern in die freie Natur entlassen wird, wo ist da der Aufschrei? Bitte, liebe Behöre und Bundeswehr, schaut in die Gärten und in den Terrarien, den Höfen und den Dachböden nach, da schlummert schon die nächste Gefahr.