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| 18:15 Uhr

Lesermeinung
Mehr als fahrlässig

Feuerwehr

Zum Thema „Feuer unterm Dach: Bürgermeister und Wehrleiter im Streit“ vom 5. Mai schreibt dieser Leser:

Mit Wut im Bauch habe ich den Artikel letzten Samstag im Trierischen Volksfreund gelesen. Ich kann als Bürger der Stadt Bitburg nicht nachvollziehen, dass man eine sehr gut geführte Bitburger Feuerwehr durch eine persönliche Entscheidung von Bürgermeister Kandels (mit Billigung des Stadtrates), die nicht rechtens ist, in Gefahr bringt, dass diese durch den Abgang von Feuerwehrleuten auseinanderbricht.

Es handelt sich um eine Feuerwehr, die Menschenleben rettet. Feuerwehrleute, die bei  Gefahr ihr Leben riskieren. Die nachts aus dem Schlaf gerissen werden, um auf einen Einsatz zu fahren. Vor diesen Menschen kann man nur den Hut ziehen. Diese Feuerwehrleute brauchen einen starken Wehrleiter, der auch gleichzeitig Kamerad ist, der seine Kameraden motivieren kann.

Das ist mit Herrn Burbach in glanzvollster Weise gegeben. Menschlich wie auch mit seiner Fachkompetenz. In der Zeit der Ja-Sager sind „Kanthölzer“, die anecken, nicht gerne gesehen und werden gerne abgesägt. Herrn Burbach zeichnet es aus, dass er den unbequemen Weg geht und das Übel an der Wurzel packt und das mit Argumenten, die eine Veränderung auch rechtfertigen. Er ist als Feuerwehrchef für die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr verantwortlich, und seine  Pflicht ist es, auf Mängel hinzuweisen, Verbesserungsvorschläge zu unterbreiten und auch zum Beispiel für eine bessere Vergütung der Einsatzkräfte in der Rufbereitschaft zu pochen, um einen reibungslosen und zeitnahen Einsatz zu gewährleisten.

Erstens, wie schon geschrieben, stehen Menschenleben auf dem Spiel und zweitens leisten die Feuerwehrleute einen enormen Zeitaufwand auf freiwilliger Basis. Und dass die Einsatzzeiten (76 an der Zahl zwischen  3. Januar und 7. Mai 2018) der Feuerwehr Bitburg hoch sind, hört man neuerdings an dem Heulen der Sirenen.

Die Bitburger Feuerwehr würde durch die Entscheidung zur Nicht-Ernennung von Herrn Burbach zum Wehrleiter nach der Wahl im Mai, die nach LBKG  § 14 Absatz 1 Satz 4 durchgeführt wird,  eine große Schieflage bekommen. Laut § 14 Absatz 2 kann ein Stadtoberhaupt die Ernennung aus bestimmten Gründen verweigern. Aber die Argumente für eine Nicht-Ernennung sind bei Weitem nicht gegeben! Wenn der Bürgermeister trotzdem Herrn Burbach nicht ernennt und dadurch billigend in Kauf nimmt, dass sich der Großteil der Bitburger Feuerwehrmänner- und frauen aus der Wehr verabschiedet und diese nicht mehr einsatzbereit wäre, dann ist dies mehr als fahrlässig.

Als Bürgermeister ist man für die Sicherheit der Bürger mitverantwortlich, und wenn diese durch nicht nachvollziehbare Schritte nicht mehr gegeben ist, dann hat er ein massives Problem. Und Probleme haben der Bürgermeister und sein Stadtrat momentan genug. Natürlich muss man bei der Stadt auch in den Geldbeutel schauen. Nur sollte dadurch nicht die Sicherheit der Bürger in Gefahr gebracht werden.

Wie schaut es aus, wenn es brennt und keiner löscht?! Vielleicht sollten Bürgermeister sowie die Herren und Damen vom Stadtrat sich mal für einen Monat für den Dienst der Feuerwehr zur Verfügung stellen. Um zu sehen, wie das wahre Leben als Wehrleiter/Feuerwehrmann in Bitburg aussieht. Vielleicht verstehen sie ja dann, warum ein Wehrleiter für seine Feuerwehr kämpft, damit sie optimal einsatzbereit ist. Ich denke, meiner Meinung schließen sich sehr viele Bürger aus Bitburg und Umgebung an.

Manfred Sieberger
Bitburg