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Leserbrief: Ungleiche Behandlung

Leserbrief : Ungleiche Behandlung

Corona-Krise

Mir ist es wichtig, zu verstehen, was warum geschieht, in der Welt draußen und der Region hier. Dass die Supermärkte geöffnet sind, dass man neben Lebensmitteln für den Hunger des Magens auch Lebensmittel für den Geist (Rätselhefte, Bücher) und das Herz (Blumen, Grußkarten) bekommt, finde ich gut und bin allen dafür dankbar, die dies ermöglichen.

Als unser Weltladen Alasitas in der Bitburger Fußgängerzone bei den verantwortlichen Behörden um die Genehmigung nachfragte, stundenweise zu öffnen und Lebensmittel aus Fairem Handel zu verkaufen, wurde dem stattgegeben.

Dass wir eine Schutzwand bauen und Kunden nur einzeln bedienen, ist für uns selbstverständlich. Allerdings: Wir müssen die Regale mit Kunstgewerbe, Geschenkartikeln und Schreibwaren beiseite räumen und mit Planen abdecken.

Und jetzt wundere ich mich, denn weder bei einem Discounter noch einem Supermarkt habe ich abgedeckte Regale entdeckt.

Mag sein, dass ich zu blöd bin, um den tieferen Sinn dieser Maßnahme zu verstehen. Und ich kann auch nicht glauben, dass Behörden Unterschiede zwischen den Großen und den Kleinen, zwischen Konzernen und ehrenamtlich geführten Kleinbetrieben machen würden.

Nein nein nein, doch nicht bei uns! Bei uns geht es doch gerecht zu! Vielleicht kann jemand mir erklären, was ich nicht verstehe.