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Meinung
Politik kontra Bürgerwillen

Fusion

Zum Artikel „Flußbach zu Wittlich? Land sagt Nein“ (TV, 6. September) meint diese Leserin: Verstehen sich unsere Politiker noch als Vertreter des Volkes und damit als die Beauftragten der Menschen, die sie in ihr Amt gewählt haben?

Die Entscheidung unserer Landesregierung, den mehrheitlichen Wunsch der Flußbacher Bürger nach Entlassung ihrer Gemeinde aus der Verbandsgemeinde Traben-Trarbach und Angliederung an die Stadt Wittlich abzulehnen, lässt daran zweifeln und stößt allgemein auf Unverständnis.

Objektiv betrachtet, sind die Gründe für das Flußbacher Anliegen mehr als verständlich. Liegt doch die Kreisstadt Wittlich mit Einkaufsmöglichkeiten, Schulen, Ärzten und so weiter in unmittelbarer Nähe zum Ort, während man bis zur zuständigen Verwaltung in Traben-Trarbach doch mehr als 20 Kilometer zurücklegen muss.

Das Flußbacher Einzelbegehren sehe ich auch keineswegs im Widerspruch zu der grundsätzlichen Fusion der Verbandsgemeinden Kröv-Bausendorf und Traben-­Trarbach, vielmehr entsteht der Eindruck, dass für die Entscheidung der Landesregierung nicht sachliche Kriterien, sondern parteipolitische Rücksichtnahmen ausschlaggebend waren.

So kommentierte der enttäuschte Flußbacher Ortsbürgermeister Hans-Josef Drees gegenüber dem TV lediglich: „Bürgermeister Heintel (gemeint ist der Verbandsbürgermeister) ist SPD und wir haben eine SPD-geführte Landesregierung. Da kann man sich doch alles zusammenreimen.“ Es bleibt zu hoffen, dass sich die Oppositionsparteien in Landtag des Bürgerwillens der Flußbacher annehmen!

 Brigitte Hoffmann, Klausen

(Anmerkung der Redaktion: Die Autorin ist Kreisvorsitzende der AfD.)