Vitelliusbad: Kaum eine Altervative

Vitelliusbad : Kaum eine Altervative

Vitelliusbad

Zu der Bürgerversammlung zum Thema Schwimmbad-Sanierung vom 25.9.2019 im Eventum in Wittlich schreibt TV-Leser Bernd Engel

Als Frühschwimmer nutze ich das Vitellius Bad, sowohl in der Halle als auch im Freibad ganzjährig, unabhängig von der jeweiligen Wettersituation. In der Saison 2018 waren das für mich über 280 Mal. Wer Wert auf sportliches Schwimmen legt, dem bleiben nur wenige Fenster, dies relativ ungestört zu tun. Das sind in erster Linie die frühen Morgenstunden, die Mittagszeit und auch die Zeit vor der Schließung des Schwimmbades.

Die Nutzung des Freibades hängt erheblich vom Wetter ab. Es gibt Tage, da kann man die Nutzer an einer Hand abzählen. Bei der Nutzung durch die Schulen ist das ebenso. Hier aber gibt es gewaltige Unterschiede. Nicht immer ist ein erkennbarer geordneter Schwimmunterricht zu erkennen. Da gibt es Klassen, bei denen die Schüler alles machen können, was sie wollen; außer geregeltem Unterricht.

Das nur am Rande! Nach der letzten Bürgerversammlung in der Synagoge hat sich eine Interessengemeinschaft zur Erhaltung des bestehenden Freibades formiert. Einer Unterschriften-Aktion habe auch ich mich angeschlossen.

Natürlich wäre es wünschenswert ohne Mehrkosten und erheblichen Störungen den Erhalt und den Betrieb der Anlage zu gewährleisten. Allerdings stehen sich das Wünschenswerte und das Machbare gegenüber.

Im Nachhinein bin ich zu der Erkenntnis gekommen, das es kaum eine Alternative zu der vorgestellten Kombi – Bad - Lösung gibt. So sehr ich das bedauere. Da mag man sich über Einzelheiten streiten, etwa der Gestaltung des Daches, oder darüber ob drei 50-Meter-Bahnen ausreichend sind.

In der Mehrzahl der Tage wird das wohl ausreichend sein. Bei erhöhtem Badebetrieb ist Bahnen-Schwimmen kaum möglich, dafür muss der Nutzer halt früh aufstehen, oder andere Zeiten nutzen.

Leider haben die Befürworter des Erhaltes der bestehenden Freibadanlage auch nicht darstellen können, wie das technisch im vertretbaren Rahmen möglich sein soll.

Ideen sind gefragt.

Eine Nutzung der Freibades während der Bauphase ist nach meiner Auffassung völlig unmöglich. Es müssten vorher die Betriebstechnik und Umkleide-Möglichkeiten  sowie Toilettenanlagen bereitgestellt werden, bevor die alten Anlagen abgebaut werden können. Aber wohin damit?

Wer will schon neben einem Bauzaun und rollenden Baggern seinem Sport oder Badevergnügen nachgehen?

Bleibt zu hoffen, dass die Schwimmbad-lose Zeit im Sinne aller Nutzer in Wittlich so kurz wie möglich bleibt.

Bernd Engel, Wittlich

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