Leserbrief : Wo soll das Wasser hin?

Hochwasserschutz

Zum Artikel „Gewerbegebiet in Wengerohr-Süd wird größer“ vom 17. September schreibt diese Leserin:

Zwei Eigenschaften zeichnen die Verwaltung und den Stadtrat in Wittlich aus: „Ignoranz und Lernresistenz“. Wissenschaftler und kluge Stadtplaner weisen seit vielen Jahren auf den Zusammenhang von zubetonierten Flächen und zunehmenden Unwetterkatastrophen hin. Nun hat die Unwetterkatastrophe ja „nur“ die untere Wittlicher Innenstadt getroffen! Da lässt man sich am Tag danach mal kurz vor dem Hochwasserschutz fotografieren und bekundet seine Betroffenheit, um genau zwei Monate später weitere Grünflächen im „Gewerbegebiet Wengerohr-Süd“  mit noch mehr Beton zu versiegeln. So der Beschluss des Bau- und Verkehrsausschusses in Wittlich. An solchen Beschlüssen wird die Bedeutung der Wittlicher Kernstadt in Verwaltung und Stadtrat doch wohl sehr deutlich!

Vielleicht wissen die unteren Wittlicher Innenstadtbewohner und Gewerbetreibenden bei der nächsten Unwetterkatastrophe, die mit Sicherheit kommen wird, bei wem sie sich dafür bedanken können.

So ist es, wenn eine Kleinstadt wie Wittlich von „Dorfhäuptlingen“ aus den eingemeindeten Dörfern ringsum im Wittlicher Stadtrat regiert wird. Hauptsache Dorfplatz, Fußballplatz und Gemeinde-Zentrum im Dorf werden erneuert und bezuschusst. Da hat die Wittlicher Innenstadt eben das „ Nachsehen“. Und ganz, ganz wichtig: Hauptsache, Grünland drumherum kann für Gewerbeflächen verkauft und zubetoniert werden!