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Zum Thema Vitelliusbad und den Leserbriefen schreibt Ulrike Möhn

Vitelliusbad : Nur Solarthermie kommt infrage

Vitelliusbad

Zum Thema Vitelliusbad und den Leserbriefen „Endlich vom Wissen zum Handeln kommen“ (11. Juni) und „Anachronistische Politik“ (14. Juni) diese Meinung:

Beiden Leserbriefen mit der Forderung nach Verzicht auf ein teures und wartungsintensives Cabriodach  stimme ich voll zu.

 Auch das Ziel, auf fossile Energien zu verzichten und somit CO2-frei zu heizen durch eine Solar-Anlage auf einem optimal wärmegedämmten konventionellen Dach statt einem Cabriodach unterstütze ich grundsätzlich. Jedoch rate ich eindeutig als Sonnenenergie-Variante für das Wittlicher Kombibad statt einer PV-Anlage (für Stromerzeugung) eine Solar-Thermie-Anlage (für unmittelbare Warmwassererzeugung) vorzusehen.

Anders als das Vitelliusbad in Wittlich, das bekanntlich in einem Wassergewinnungsgebiet liegt und daher keine Erdwärme nutzen darf, ist zum Beispiel die Moseltherme in Traben-Trarbach reichlich mit Warmwasser aus einer Thermal-Quelle versorgt und die Verwaltung wünscht zur energetischen Optimierung noch eine Photovoltaik-Anlage, um auch noch den Strombedarf eventuell noch über den Eigenbedarf hinaus zu decken.

Da beim Vitelliusbad die Deckung des Wärmebedarfes (Warmwasser und für die Raumerwärmung) ausschließlich mit erneuerbaren Energien, also mittels Wärmpumpentechnik, eher knapp und schwierig zu decken sein wird, kommt vernünftigerweise nur eine Solar-Thermie-Anlage infrage die für ganzjährige Nutzung, also frostsicher, ausgelegt sein muss.

Siehe auch: wupperinst.org/Heizen ohne Öl und Gas bis 2035 im Auftrag von Greenpeace.