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Zum Verkehr in der Wittlicher Innenstadt

Ihre Meinung : Werbewirksame Rikschas

Zur Verkehrsführung in der Wittlicher Innenstadt  schrieb unter anderem dieser Leser:

Ein mahnendes Beispiel für die gewünschte Verkehrsführung in der Wittlicher Innenstadt ist für mich der Abschnitt von der Post bis zur Einmündung Burgstraße. Für die Fußgänger steht dort auf jeder Seite ein schmaler Streifen zur Verfügung. Man muss ständig aufpassen, dass man von den Autos nicht angefahren wird oder andere Passanten nicht anrempelt. Fußgänger mit Kinderwagen, Rollstuhl oder Rollator kommen nur schwer aneinander vorbei.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass in solch einer Situation Fußgänger stehen bleiben und in aller Ruhe in den Schaufenstern die Auslagen der Geschäfte betrachten. Vor den Geschäften ist auch kein Platz mehr, um Tische et cetera aufzustellen, damit die Passanten auf das Angebot aufmerksam werden so wie es in der oberen Burgstraße derzeit noch möglich ist.

Nach den Vorstellungen von Herrn Kossendey sollen dort regelmäßig Autos vorbei fahren, deren Fahrer sich zwangsläufig auf den Verkehr konzentrieren müssen und deren vorrangiges Ziel zunächst ist, einen Parkplatz zu finden.

Ein wesentlicher Punkt in der angestrebten neuen Verkehrsführung ist auch, dass wieder im Kreis durch die Innenstadt gefahren werden kann. Die Situation soll auch dadurch verbessert werden, dass auf dem Marktplatz wieder kostenfrei geparkt und über den Pariser Platz zur Karrstraße gefahren werden darf. Ich frage mich, wer sich bei dieser Verkehrssituation noch vor die Brasserie am Marktplatz setzt, um beispielsweise die Tasse Kaffee nicht schnell zu trinken um dann wieder ins Auto zu steigen, sondern in aller Ruhe zu genießen. Dieses gilt genauso für die Restaurants auf dem Pariser Platz.

Meines Erachtens ist es eine Utopie zu glauben, dass es möglich ist durch eine Änderung der Verkehrsführung das Kaufverhalten der Kunden zu ändern und diese davon abzuhalten, ihre Einkäufe im Internet zu erledigen.

Es gilt vielmehr, die Entwicklung  zu akzeptieren und nach vorne zu schauen. Das Bestreben muss darin bestehen, die Innenstadt so attraktiv wie möglich zu gestalten. Nur wer seinen Besuch in der Innenstadt in angenehmer Erinnerung behält, wird wieder kommen. Wichtig ist auch zu sehen, dass die Gestaltung der Innenstadt nicht nur ein Anliegen der Geschäftsleute ist, sondern alle Bürger davon betroffen sind. Sollte den Kunden der weite Weg von den vorhandenen Parkplätzen in die Innenstadt tatsächlich nicht zugemutet werden können,

schlage ich vor, den Kunden anzubieten, dass sie, wie in fremden Ländern nicht unüblich, mit einer Rikscha hin- und hergefahren werden.

Dieses könnte auch den Transport von eingekauften Waren beinhalten. Der Service könnte von den Geschäften werbewirksam verwertet werden, indem der Transport von ihnen kostenfrei zur Verfügung gestellt wird. Auch könnten sie durch entsprechende Werbung an den Fahrzeugen auf sich aufmerksam machen.

Selbst die Stadt könnte die Sache im Rahmen der Fremdenverkehrswerbung toll verwerten. Die Aufmerksamkeit der ganzen Welt wäre gewiss.

Die Touristen würden nur noch so strömen. Die Hotelkapazitäten würden nicht mehr ausreichen und die Geschäfte müssten ihre Verkaufsräume und Lager vergrößern. Das sind Kunden, die nicht in den Vitelliuspark, sondern direkt in die Innenstadt fahren.