Leserbriefe : Fehler eingestehen und beheben!

Verkehr

Zur Fußgängerbrücke über die Prüm in Wißmannsdorf und dem Artikel „Stahlkonstruktion wird Freitag mit Kran gesetzt“ (TV, 28. Januar) äußert sich Walter Nitzschmann aus Wißmannsdorf:

Der Landesbetrieb Mobilität (LBM) verweigert die Absenkung der Leitplanke entlang der L7 mit folgenden Begründungen: Die Stabilität der „Restplanke“ in Richtung Hermesdorf sei nicht gewährleistet. Und aufgrund des angelegten Notweges entlang der L 7 müsse man ja nur ein Stück von etwa 200 Metern weiter gehen.

Was der LBM als Planer und ausführendes Organ nicht bedenkt: Fußgänger, die nicht den Radweg oder einen der Fernwanderwege nutzen, sondern nur mal einen kleinen Rundweg gehen wollen, müssen bereits, aus Richtung Wißmannsdorf kommend, bis zum Beginn des Notweges eine Strecke von rund einem Kilometer entlang der L 7 ohne entspechende Schutzmaßnahmen für Fußgänger zurücklegen (das Gleiche gilt für den umgekehrten Weg). Da sind 200 Meter mehr schon eine Hausnummer. Zumal vor dem Bau des Radweges die Möglichkeit bestand, sofort auf die Brücke zu gelangen.

Falls die Leitplanke tatsächlich die geforderte Schutzwirkung bei einer Absenkung im Bereich der Brücke nicht leisten kann: In Richtung Hermesdorf besteht die Möglichkeit, diese zu verlängern.

Die Brücke an sich ist, im Gegensatz zu der vorher dort befindlichen Holzkonstruktion, ein ansprechender Teil des Rad- und Wanderweges geworden. Allerdings besteht im Bereich der Auffahrtsrampe aus Richtung Hermesdorf erheblicher Verbesserungsbedarf.

Das Geländer befindet sich außen an der Betonrampe und birgt sowohl im unteren als auch im oberen Teil, aufgrund der Zwischenräume der Metallkonstruktion, die Gefahr, dass Kinder vier Meter tief auf die Uferböschung der Prüm fallen können.

Ganz offensichtlich hat hier bei Planung und Ausführung mal wieder kräftig der „Amtsschimmel“ gewiehert. Meiner Meinung nach sollte der LBM nicht nur für den motorisierten Verkehr planen, sondern auch auf die Belange der schwächeren Verkehrsteilnehmer (Fußgänger und Radfahrer) Rücksicht nehmen.

Wer bezahlt denn den Spaß? Doch wohl alle Steuerzahler? Oder nur die Autofahrer? Also, werte Ingenieure beim LBM: Mut gefasst, die Fehler eingestehen und beheben!