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Tiere: Maximal parasitär

Tiere : Maximal parasitär

Zu den Artikeln „Land schützt Eifel vor Wolf ,Billy’“ und „Zäune und Hunde sollen Wölfe abschrecken“  (TV vom 7. Oktober) schreiben Reiner Neises und Herbert Daufenbach:

Mindestens 20 Tiere soll Wolf „Billy“ im Sommer in der Region getötet haben. Sagenhaft. Wie viele Tiere hat die Tierart „Mensch“, die sich maximal parasitär auf diesem Planeten verhält und sich auch noch für „Homo sapiens“ hält, denn wohl in der gleichen Zeit in der Region getötet? Werden diese Fleischfresser in der Logik des Landtagsabgeordneten Weber dann auch zum Abschuss freigegeben? Oder wird da vielleicht mit zweierlei Maß gemessen? Das Geld für die Wolfsprävention ist gut investiert. Ich zahle jedenfalls zehnmal lieber Steuern dafür, dass Landwirte und Schäfer für die wenigen Wolfsrisse entschädigt und ansonsten mit den erforderlichen Präventionsmitteln ausgestattet werden, als dafür, dass Menschen, die nicht von heute Morgen bis heute Nachmittag denken und die akuten Bedrohungen durch Klimawandel und Artensterben immer noch nicht ernst nehmen, damit noch weitere unsinnige Straßen bauen.

Reiner Neises, Biesdorf/Karlsruhe

Hier wird vom Land unnütz Geld ausgegeben für bessere Zäune und anderes. Der Wolf gehört abgeschossen und weiter nichts. Er gehört einfach nicht in landwirtschaftliche und dicht besiedelte Gebiete. Das Umweltministerium verplempert Steuergeld, das anderweitig besser angebracht wäre, etwa im Straßenbau – anstatt die Eigentümer mit Ausbaubeiträgen zu belasten. Die Straßen werden von allen genutzt, auch von Mietern oder Dienstleistern. Nur die SPD-regierten Länder tun sich schwer, das zu ändern. Vielleicht kann der Wähler bei der nächsten Wahl ein Zeichen setzen.

Herbert Daufenbach, Wittlich