medizin

Zum Artikel "Geldmaschine Operationssaal" (TV vom 8. Dezember) schreibt diese Leserin:

Die Meldung auf der Titelseite informiert darüber, dass in Deutschland mal wieder ein neuer Rekord bei den Klinikbehandlungen aufgestellt wurde. Die Ursache hierfür sollen die zunehmend älter werdenden Menschen sein. Doch greift dieses immer wieder gern bemühte Argument von den "teuren Alten" auf Dauer nicht etwas zu kurz?! Längst ist es doch unübersehbar, dass auch die nachwachsenden Generationen verstärkt unter chronischen Symptomen leiden - immer öfter sogar ab dem Kindesalter. Selbst Symptome, die noch vor gar nicht allzu langer Zeit zu den eigentlich verschleißbedingten Leiden des Alters zählten - wie zum Beispiel Rheuma oder Diabetes II - sind bei Kindern keine Seltenheit mehr. Der altersbedingt verbrauchte Organismus (Organe, Gliedmaßen) kann es nicht sein, der bei Kindern zu chronischen Leiden führt. Liegt es da nicht nahe, dass diese vorzeitigen Symptome im Kindesalter darauf hinweisen, dass es hier zu einer Überlastung der Verdauungs- und Ausscheidungsorgane (Stoffwechsel) gekommen ist? Wäre es in diesem Zusammenhang nicht sinnvoll, einmal genauer hinzusehen, um erkennen zu können, dass unsere moderne Konsumgesellschaft inzwischen mit einem Ernährungswissen leben muss, das größtenteils kommerziell gesteuert ist und kaum jemand eine Vorstellung davon hat, dass das, was heute als gesund angesehen wird, hohe Anforderungen stellt - an Verdauungs- wie auch Ausscheidungsorgane? Anforderungen, denen die Organe chronisch leidender Menschen sicher kaum gewachsen sind! Ulrike Wagner, Trier