1. Meinung
  2. Leserbriefe

Umwelt: Mehr Schaden als Nutzen

Umwelt : Mehr Schaden als Nutzen

Zum Artikel „Streit um Giftstoffe von der Airbase Spangdahlem landet vor Gericht“ und zur Schwerpunkt-Seite zum Thema (TV vom 4. Februar) schreibt Markus Pflüger:

Danke für die Berichterstattung zu den Giftstoffen der Airbase Spangdahlem, die Mensch und Natur und letztendlich das ganze Wasser der Region bedrohen. Die Bevölkerung hat Aufklärung verdient, statt die Kritik an der Airbase und ihren negativen Folgen abzuwiegeln und kleinzureden.

Diese Schäden sind schon länger abzusehen, die Belastung und Schädigung von Anwohnern und der Umwelt geht täglich weiter, ganz zu schweigen von den zivilen Opfern der weltweiten Kriege, die von hier starten.
Letztendlich geht es um die militärische Funktion der Airbase Spangdahlem, konkret: die Kriege die von hier aus starteten und starten, die aber weder Frieden noch Sicherheit bringen, sondern Schäden hier wie in den Einsatzgebieten verursachen.

Alle Airbase-Befürworter, also die Vertreter der Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik vor allem von CDU und SPD sind mehrheitlich für diesen Kriegsflughafen und reden immer vom „wirtschaftlichen Nutzen“ der Region – der Schaden wird diesen angeblichen Nutzen langfristig übersteigen, was jetzt auch immer mehr Menschen vor Ort klar wird.

Soweit möglich muss schnell saniert werden, aber bitte nicht auf Kosten der Gemeinden vor Ort, sondern durch den Verursacher, also das Militär. Und dann ist der Einsatz für die Konversion des Kriegsflughafens notwendig. Diese zivile Umwandlung, die Friedens- und Umweltgruppen seit Jahrzehnten anmahnen, darf nicht länger ignoriert werden. Zum Fluglärm, zu den Emissionen und zur Verseuchung durch hochgiftige Treibstoffe wie JP-8 und Löschschäume wurde geschwiegen. Und zur Enteignung für die Airbase-Erweiterungen und zur Stationierungen neuer militärischer Einheiten für das Säbelrasseln gen Russland wurde geschwiegen. Dabei ist gerade jetzt Entspannungspolitik und Abrüstung wieder nötiger denn je.

Statt zu hoffen, dass andere Stoffe vielleicht weniger giftig sind, gilt es das Übel an der Wurzel zu packen und diesen Kriegsflughafen endlich zu schließen!

Markus Pflüger, Trier