Menschheit

Von Christine Thul aus Detzem Das Gedicht erscheint im Lyrik-Sammelband "Ausgewählte Werke XX" der Bibliothek deutschsprachiger Gedichte.

Menschheit, hör auf so fordernd zu sein,
die Erde gehört nicht dir ganz allein.
Menschheit, hör auf so bestimmend zu sein,
lass auch andere Meinungen in dein Ego hinein.
Menschheit, hör auf so erhaben zu sein,
am Ende du wie ein Sandkorn so klein.
Menschheit, hör auf dich so aufzuspielen,
und ständig auf das Tun der anderen zu schielen.
Menschheit, hör auf dich umzudrehen,
es kommt die Zeit von allein, in der du musst gehen.
Menschheit, wo ist dein Mitgefühl geblieben?
Hat dein Wohlstand es gänzlich vertrieben?
Menschheit, fang an deinen Frieden zu schließen,
und dein kurzes Leben still zu genießen.