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Mis(t)sverständnisse in sozialen Netzwerken

Mis(t)sverständnisse in sozialen Netzwerken

Von Arno Schäfer aus Trier

Facebook, Twitter und Whats-App sind famos,
denn dort ist immer was los.
Manche lassen sich in die Stube gucken, posten jeden Mist;
andere hingegen fühlen sich wohl als Narzisst.

Selfies sind jede Menge dabei,
ob es andere interessiert, ist ihnen einerlei.
Selbstgefallen macht schön, egal ob am Rhein
oder der Rhön.

Das Mitteilungsbedürfnis überschreitet schnell
die Grenzen, will man dieses mit Ausdrücken
von Gefühlen ergänzen.
Daher sollte man es meiden, Gefühle in
paar Worte zu kleiden.

Ein echter Austausch ist kaum möglich,
was bei Freundschaften endet oft tödlich.
Missverständnisse keimen auf, und manch
einer setzt einen drauf.

So ist dann manchmal die Erkenntnis der Geschicht',
schreibe ganz Privates nicht.

Manche haben 1000 Freundschaften und mehr,
und fühlen sich trotzdem innerlich leer.

War es früher schön, endlose Diskussionen
zu führen, die sich in Netzwerken
in Stücke verlieren.

Kommunikationsfähigkeit und Aussagekraft der
Stimme gehen verloren, was nicht nur macht stumm,
sondern auch taub auf den Ohren.

Körpersprache, Gestik und Empathie sind was Reines;
drum mach es wie Humphrey Bogart und sag:
"Schau mir in die Augen, Kleines. "