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Monika Brost zum Thema Abschaffung der Hundesteuer

Lesermeinung : Erhöht die Hundesteuer, statt sie abschaffen zu wollen

Tierhaltung

Zum Artikel „Steuerzahlerbund fordert Aus für die Hundesteuer“ vom 6. August:

Ich glaube, es gibt sinnlosere Steuern, die man abschaffen könnte, als die Hundesteuer. Das geht auch an den Bund der Steuerzahler. Ich gehe sogar soweit, dass man die Hundesteuer drastisch erhöhen und auch auf Katzen erweitern sollte. Es würden dann meines Erachtens anfangs die Tierheime überlaufen, aber es wäre mit der Zeit eine Besserung in Aussicht, da sich nicht jeder beratungsresistente Mensch gleich zwei bis drei Hunde anschaffen kann, weil er es finanziell nicht gestemmt bekommt.

Erstmal haben sich viele Leute in der Corona-Zeit einen Hund oder mehr sogar angeschafft, die dann, wenn Home-Office und Reisebeschränkungen aufgehoben werden, sowieso im Tierheim landen. Die meisten Hundehalter sind meiner Meinung nach nicht in der Lage, einen Hund zu halten geschweige denn zu führen. Erst recht nicht mehrere.

Durch eine massive Erhöhung der Hundesteuer würde vielen Hunden auf lange Sicht womöglich ein schlimmes Schicksal erspart. Hunde in schlechter Haltung, oder solche, die geschlagen und gequält werden oder Animalhording (auf Deutsch etwa: Tiersammelsucht) würden in naher Zukunft dann auch verschwinden. Ebenso die Hinterlassenschaften, auf Straßen, Spielplätzen und Wanderwegen.

Verantwortungsvolle Hundebesitzer räumen diese weg. Sie sind aber eine seltene Spezies, und ich bin mir fast sicher, dass auch diese Frauchen und Herrchen gerne mehr Steuern für ihre Lieblinge bezahlen würden, wenn sie in Sicherheit spazieren gehen könnten, ohne von Hunden angegriffen zu werden, deren „Besitzer“ nicht fähig sind, die Hunde bei Begegnungen anzuleinen, abzurufen oder auch nur ordentlich zu führen.

Mein Appell: Erhöht die Hundesteuer! Steuern auch für Katzen, damit auch ihre Qualen durch Überfahrenwerden, schlechte Haltung, Aussetzen oder Tötung der Kitten aufhören!