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MUSIK

Zum Artikel "14. Opening-Festival in Trier [... ]" (TV vom 10. Februar):

Ich wurde erst 2013, also bei der 13. Auflage des Festivals, auf Opening aufmerksam und hatte mich früh entschlossen, an den meisten der angebotenen Veranstaltungen heuer teilzunehmen. Und wie im Vorjahr bin ich begeistert von der dargebotenen Bandbreite ,,zeitgenössischer Musik und Klangkunst" auf hohem Niveau. Klassiker der Moderne wie Stockhausen, Cage oder Scelsi standen Eigenkompositionen von Festivalteilnehmern wie Melvyn Poore oder Bernd Bleffert gegenüber. Instrumente wurden zweckverfremdet (präpariertes Klavier, Tuba mit Saxofon- oder Fagottmundstück); Instrumental- und Chorkompositionen unterschiedlicher Räume und Zeiten miteinander konfrontiert. Für mich herausragend das Konzert mit traditioneller und moderner Musik aus Korea sowie das abschließende musikalische Planspiel ,,Ludus Globuli" von Bernd Bleffert im AMG. Wermutstropfen: Die Obertonkomposition "Stimmung" von Stockhausen hätte vermutlich im AMG authentischer geklungen als in der Tufa, und die als Neuentwicklung gepriesene Kontrabassblockflöte konnte man virtuoser gespielt unlängst in den Viehmarktthermen beim Konzert der Gruppe Spark hören. Dennoch: Mit dem Opening Festival hat sich in Trier ein modernes Musikfestival etabliert, eine durchaus hörenswerte Ergänzung zu den ,,Rainy Days" in Luxemburgs. Peter Suska, Trier