Natur

Zum Artikel "Freie Bahn für die Wildkatze im neuen Nationalpark" (TV vom 26. Mai):

Unstrittig ist, dass auch in Europa bedrohte Tier- und Pflanzenarten geschützt werden müssen. Dazu benötigt eine dicht besiedelte Region geeignete Schutzräume, in denen die Natur sich selbst überlassen wird und aus denen sich der Mensch zurückzieht. Jetzt ist zu lesen, dass in den neu gegründeten Nationalpark Hunsrück-Hochwald zur Unterhaltung jedes Jahr fünf Millionen Euro fließen sollen. Was ist daran so kostspielig, wenn die Natur sich selbst überlassen wird? Geht es hier nur um Naturschutz oder doch eher um die Verwirklichung selbstgefälliger grüner Ideologien? Kündigt sich hier nach Nürburgring und Flughafen Hahn nicht bereits die nächste Geldvernichtungsaktion an? Laut der erwähnten Studie sollen dafür innerhalb der nächsten zwanzig Jahre 100 000 Besucher zusätzlich in die Region kommen. Das bedeutet umgerechnet bei einem Finanzierungsvolumen von insgesamt 100 Millionen Euro den gigantischen Betrag von 1000 Euro an öffentlichem Geld pro Besucher. Da kann man nur hoffen, dass sich dafür wenigstens der sehr selten gewordene Goldesel auch mal blicken lässt. Jürgen Krämer, Brandscheid

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