Natur

Zum Artikel "Plagegeister im Garten" (TV vom 17. September):

Der Vizepräsident des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau, Erich Hiller, hat entweder - was die Hasen und Kaninchen angeht - biologische Wissenslücken oder seine Aussagen sind falsch interpretiert worden. Hasen kommen flächendeckend in unterschiedlicher Bestandsdichte in ganz Deutschland vor. Sie buddeln nie und graben auch keine unterirdischen Gänge. Ihr "Schaden" beschränkt sich auf das Fressen von Gemüse dort, wo es für sie erreichbar ist. In Deutschland werden jährlich von den Jägern so um die 380 000 Hasen erlegt. Kaninchen leben nur dort, wo lockerer Boden ihnen das Anlegen unterirdischer Baue ermöglicht. Sie buddeln also mit Leidenschaft und legen als Zugänge zu den Bauten auch mehr oder weniger lange unterirdische Röhren an. Ihre Bestandsdichte kann von einem Jahr zum anderen stark schwanken, alle paar Jahre raffen Seuchenzüge mit einem Schlag ganze regionale Populationen dahin. Es werden deutschlandweit sehr viel weniger Kaninchen erlegt als Hasen. Schadensintensiv können also nur die Kaninchen in Gärten auftreten. Ob das Wegjagen mit Hunden (eben nur bis zum nächsten Bau, in dem das Kaninchen dann verschwindet) eine wirkungsvolle Vergrämungsmethode ist, möchte ich bezweifeln. Bernd Krewer, Kinderbeuern