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Nicht alle Fans sind blond und minderbemittelt

Nicht alle Fans sind blond und minderbemittelt

Zum Artikel "Der Kasper und seine Zicke" (TV vom 19./20. März):

Mir war nicht bewusst, dass man einen absoluten Gegner eines Comedian zu einer Kritik seiner Veranstaltung bittet. Was TV-Redakteur Jörg Pistorius gemacht hat, war für mich keine objektive Beurteilung, sondern eine subjektive Verurteilung von Mario Barth, seinen Fans und Zuschauern.

Ich will dazu anmerken: Nicht jede Frau, die zu Mario Barth geht und lacht, ist blond und minderbemittelt, und nicht jeder, der Dieter Bohlens DSDS schaut, hat einen IQ unter zehn. "Mann" muss kein Bier trinkender Prolet sein, um Fußballfan zu sein, und kein Champagner trinkender Snob, um Golf zu mögen. Nicht jeder, der in die Oper geht, ist alt, und nicht alle, die Rap hören, sind drogenabhängig. Ebenso ist nicht jeder, der die Nachmittagssendungen auf RTL oder Sat.1 und so weiter sieht, ein Hartz-IV-Empfänger, und man muss kein Intellektueller sein, um sich politische Diskussionen anzuhören.

Der TV sollte bitte die insgesamt etwa 14 000 Zuschauer, die Mario Barth allein in Trier gesehen haben, nicht unterschätzen. Diesen wäre sicher aufgefallen, wenn er seit Jahren dieselben Gags bringt. Wenn Herr Pistorius beim jüngsten Auftritt anwesend war, dann ist ihm mit Sicherheit aufgefallen, dass die meisten Zuschauer einen witzigen und unterhaltsamen Abend hatten. Und war dies nicht Sinn dieser Veranstaltung?

Nebenbei sei angemerkt, dass der TV für seine ganz persönliche Meinung eine halbe Seite "Kultur" geopfert hat. Ich weiß, was ich in etwa bezahlen müsste, wenn ich in der Größe eine Anzeige schalten wollte. Respekt!

Marion Bauer, Hentern



Comedy

Nicht alle Fans sind blond und minderbemittelt

Mir war nicht bewusst, dass man einen absoluten Gegner eines Comedian zu einer Kritik seiner Veranstaltung bittet. Was TV-Redakteur Jörg Pistorius gemacht hat, war für mich keine objektive Beurteilung, sondern eine subjektive Verurteilung von Mario Barth, seinen Fans und Zuschauern. Ich will dazu anmerken: Nicht jede Frau, die zu Mario Barth geht und lacht, ist blond und minderbemittelt, und nicht jeder, der Dieter Bohlens DSDS schaut, hat einen IQ unter zehn. "Mann" muss kein Bier trinkender Prolet sein, um Fußballfan zu sein, und kein Champagner trinkender Snob, um Golf zu mögen. Nicht jeder, der in die Oper geht, ist alt, und nicht alle, die Rap hören, sind drogenabhängig. Ebenso ist nicht jeder, der die Nachmittagssendungen auf RTL oder Sat.1 und so weiter sieht, ein Hartz-IV-Empfänger, und man muss kein Intellektueller sein, um sich politische Diskussionen anzuhören. Der TV sollte bitte die insgesamt etwa 14 000 Zuschauer, die Mario Barth allein in Trier gesehen haben, nicht unterschätzen. Diesen wäre sicher aufgefallen, wenn er seit Jahren dieselben Gags bringt. Wenn Herr Pistorius beim jüngsten Auftritt anwesend war, dann ist ihm mit Sicherheit aufgefallen, dass die meisten Zuschauer einen witzigen und unterhaltsamen Abend hatten. Und war dies nicht Sinn dieser Veranstaltung? Nebenbei sei angemerkt, dass der TV für seine ganz persönliche Meinung eine halbe Seite "Kultur" geopfert hat. Ich weiß, was ich in etwa bezahlen müsste, wenn ich in der Größe eine Anzeige schalten wollte. Respekt! Marion Bauer, Hentern