Nicht durchsetzbar

Zum Leserbrief "Zurück zum Atom" (TV vom 4. Juni):

Die Euphorie von Frau Niewodniczanska kann ich nicht teilen. Wir sprechen bei der Atomenergie und deren Erzeugung von der in weiten Teilen der Bevölkerung mit großem Abstand umstrittensten Form der Energieerzeugung. Der Bau neuer Atomkraftwerke gilt in Deutschland als nicht vermittelbar und durchsetzbar. Die Frage der Versorgungssicherheit ist durch die Endlichkeit des Rohstoffes Uran begrenzt. Die Abhängigkeit von Importen besteht bei Uran genauso wie bei Erdöl und Erdgas. Die Frage eines fehlenden Endlagers für den hochradioaktiven Abfall steht ebenfalls im Raum wie die über Jahrmillionen sichere Unterbringung des Atommülls. In diesem Zusammenhang mit milliardenschweren Subventionen für Windräder und Solardächer zu argumentieren, grenzt schon an Lobbyarbeit für die Betreiber von Atomkraftwerken und deren Hersteller. Der richtige Ansatz ist für mich ein Mix aus Energiesparen, Herstellung von Geräten mit geringerem Energieverbrauch und Förderung neuer und alternativer Energieformen. Die Politik muss dem Einfluss der gezielten Lobbyarbeit der Energiekonzerne und deren Verbündeten entzogen werden. Damit endlich wieder eine Politik betrieben werden kann, die gezielt eine zukunftsfähige Entwicklung von Energiesparen, -verbrauch und -erzeugung unterstützt und die Zentralisierung auf wenige marktbeherrschende Konzerne ausschaltet. Bernd Kruse, Bitburg energiepolitik