Ihre Meinung Nicht in die Belange anderer einmischen

Gewerbegebiet

Zum geplanten interkommunalen Gewerbegebiet in Maring-Noviand schreibt Michael Steffen:

Es ist fast an Dreistigkeit nicht mehr zu überbieten, was manche Menschen glauben, sich leisten zu dürfen. Da kritisiert zum wiederholten Mal eine Frau von Schuckmann-Karp das in Maring-Noviand geplante interkommunale Gewerbegebiet (IKG). Angeblich gräbt es der „Brauneberger Juffer“ das Wasser ab.

Nun, nach meinem Wissensstand liegt das IKG hauptsächlich im flachen Teil der in Betracht kommenden Fläche. Und soweit ich das beurteilen kann, fließt das Wasser nicht von dort nach oben in die rückwärtige Hanglage der „Brauneberger Juffer“. Es sei denn, dort befänden sich Pumpen, die das Wasser nach oben befördern. Davon ist aber hier im Ort niemandem etwas bekannt. Ihre Erkenntnis belegt die Schreiberin mit keiner einzigen wissenschaftlichen Studie dazu, sie behauptet es einfach. Und spricht von moralischem Verhalten, wo sie doch selbst ausschließlich ihre eigenen Interessen in den Mittelpunkt stellt. Hauptsache die Weinbergswege in der „Juffer“ sind allesamt asphaltiert, damit das Wasser auch schnellstmöglich abfließen kann.

Selbst ausgewiesene Gegner des geplanten IKG überlassen gerne ihre im Planungsgebiet liegenden Grundstücke dem potenziellen Investor, solange es ihrem Vorteil dient. Was gibt solchen Menschen eigentlich das Recht, sich in die Belange unseres Heimatortes einzumischen? Wenn sie sich ein Mitspracherecht verschaffen möchte, dann soll die gute Dame doch nach Maring-Noviand ziehen, hier Steuern zahlen. Dann kann sie sich auch gerne in den hiesigen Gemeinderat wählen lassen, um an den für unseren Ort wichtigen Entscheidungen mitarbeiten zu können. Falls man sie hier überhaupt wählen möchte.

Wir Maring-Noviander mischen uns  auch nicht in die Belange Braunebergs ein; was dort geschieht, entscheiden die Brauneberger Bürger*innen und der dortige Gemeinderat – ganz so, wie es in einer Demokratie nun einmal ist. Und im Gemeinderat von Maring-Noviand gibt es eine Mehrheit für das geplante Gewerbegebiet. So haben unsere Mitbürger bei der letzten Wahl abgestimmt, wohl wissend, wofür die Vertreter der einzelnen Listen einstehen und wie sie sich gerade zu diesem, im Ort sehr kontrovers diskutierten Thema, positionieren.

Und Mehrheitsentscheidungen sind die Grundlage der Demokratie – unabhängig davon, wie groß die Mehrheit ist. Mit Mehrheitsentscheidungen müssen auch die leben, die anderer Meinung sind. Da braucht Maring-Noviand auch keine gut gemeinten Ratschläge aus Brauneberg, denn auch bei uns leben kluge Menschen, die sehr wohl ihre eigenen Entscheidungen treffen können.

Mit denen dann im Übrigen auch die Bürger*innen der Nachbargemeinden leben müssen. Komischerweise hört man keine Kritik daran, dass die VG Wittlich-Land in Platten und Osann-Monzel über die Ausweisung von Gewerbeflächen von jeweils mehr als 100 Hektar nachdenkt.

Ach so, das betrifft besagte Leserbrief-Schreiberin ja nicht, dann muss sie dagegen auch nicht unsachlich argumentieren. Da kann ich nur sagen: „Heiliger Sankt Florian, verschon’ mein Haus, zünd’ and’re an!“