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Nicht zwangsläufig die Verlierer

Nicht zwangsläufig die Verlierer

Zur Krise bei Opel und den Konsequenzen dieser Beitrag:

Außenstehend ist nicht gut zu beurteilen, ob Hilfen überhaupt angebracht sind oder nicht. Nur, wenn Vater Staat hier mit einigen Hundert Millionen in die Bresche springen soll/muss, dann bitte so, dass der Staat und damit wir Steuerzahler nicht zwangsläufig die Verlierer sind.

Es ist logisch und wäre folgerichtig, dass einer (hier der Staat), der sich mit viel, viel Geld an einer Firma beteiligt, auch Firmenanteile in entsprechender Höhe erhält; somit auch in der Zukunft am Gewinn beteiligt ist oder seine Anteile wieder (am besten gewinnbringend) veräußern kann. Kein privater Kaufmann im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte würde ein Unternehmen finanziell in dieser Größenordnung unterstützen, wenn dieses Unternehmen sogar noch einem anderen (hier GM) gehört. Dass also Opel im Falle der staatlichen Finanzhilfe eine rein deutsche (teils staatliche) Firma würde, ist unverzichtbar. Andernfalls würde ich von Betrug am Steuerzahler sprechen. Leider wird solch ein Betrug, den politisch Verantwortliche ständig begehen, in unserem sogenannten Rechtsstaat nicht sanktioniert.

Im Zusammenhang mit der Bankenkrise habe ich schon häufiger die Frage gestellt: "Warum haften eigentlich Politiker nicht für das, was sie vorsätzlich tun?" Vorsatz - nicht Fahrlässigkeit oder Irrtum - gehört meines Erachtens immer auf den Prüfstand in Bezug auf die Haftungsfrage. Sehr schade, dass diese Frage in unserem Staate eine immer bedeutendere zu werden scheint.

Dieter Olk, Bitburg

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