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Öffentlich diskriminiert

Öffentlich diskriminiert

Ich möchte dem Bischof danken für seine klaren Worte zum Thema Wirtschaft und Kapitalismus. Er sprach aber auch über die Indultmesse in Trier und äußerte sich zur Priesterbruderschaft Pius X. in Trier, die sich angeblich außerhalb der Kirche befinde.

Kardinal Castrillón Hoyos sprach am 13. November 2005 mit dem italienischen Fernsehen "Canale 5" über die alte Messe. Er sagte: "Wir stehen nicht vor einer Häresie. Man kann auf eine korrekte, exakte und präzise Weise nicht sagen, dass ein Schisma vorliegt." Eine Bischofsweihe ohne päpstliche Erlaubnis zeige zwar eine "schismatische Haltung", erklärte der Kirchenfürst, die Priesterbruderschaft St. Pius X. befinde sich jedoch "innerhalb der Grenzen" der katholischen Kirche und nicht außerhalb. Kardinal Edward Cassidy sagte: "Die Situation der Mitglieder dieser Bruderschaft ist eine interne Angelegenheit der katholischen Kirche." Papst Benedikt XVI. empfing im April 2006 Bischof Fellay von der Priesterbruderschaft St. Pius X. in Rom zu versöhnlichen Gesprächen und zu einem Dialog. Diese Gespräche werden fortgesetzt mit dem Ziel, die "Exkommunikation" aufzuheben. Der Papst ist nicht der Meinung, die Bruderschaft St. Pius X. befinde sich außerhalb der katholischen Kirche. Wenn dem so ist, hat unser Bischof Dr. Reinhard Marx bewusst oder unbewusst gegenüber dem TV die Unwahrheit gesagt und die Bruderschaft St. Pius X. verleumdet und öffentlich diskriminiert. Hans-Harald Koopmann, Trier