Pappnasen am Werk

Zur Kolumne "Ich seh' rot" (TV vom 14. November):

Was Rolf Seydewitz schreibt, trifft den Nagel auf den Kopf. Seit Jahren ärgere auch ich mich über die katastrophal schlechten Ampelschaltungen in Trier. Da werden für hunderttausende Euro am Moselufer "intelligente" Ampeln installiert, welche Staus erkennen und für längere Grünphasen sorgen sollen. Was aber zu fehlen scheint, ist die Intelligenz derer, die diese Ampeln programmiert haben. Grüne Welle in Trier? Absolute Fehlanzeige. Hier werden künstlich völlig unnötige Staus erzeugt, die absolut vermeidbar wären.

Der gleiche Effekt wird erzielt durch "Inseln" an fast jeder Bushaltestelle, damit nur ja kein Fahrzeug einen stehenden Bus überholen kann. An dieser Stelle kommt dann das Scheinargument der Sicherheit ein- und aussteigender Bus-Passagiere, was aber nicht zum Tragen kommt, da jeder verantwortungsbewusste Autofahrer vorsichtig an haltenden Bussen vorbeizufahren hat. Ich habe schon des Öfteren beobachtet, dass ganz "Clevere" die Inseln auf der Gegenfahrbahn umfahren, was auch ein größeres Gefahrenpotenzial darstellt.

Welche "Pappnasen" in den entsprechenden Abteilungen haben dies zu verantworten? Hier scheinen einige Leute fehl am Platz zu sein, da diese nicht für einen relativ fließenden Verkehr Sorgen tragen. Stattdessen tritt der gegenteilige Effekt ein, was im Übrigen auch zu völlig unnötigen Lärm- und Umweltbelastungen, bedingt durch mit laufendem Motor stehende Fahrzeuge, führt.

Karl-Heinz Hilsemer, Trier

guten morgen!