Peinlich

Zu den jüngsten Wahlen:

Ein C oder ein S im Parteienkürzel reichen nicht mehr, um die Wähler für sich zu gewinnen. Mit der Ausrede, die Atomkatastrophe in Japan sei an allem schuld, kann man diese Einbrüche nicht rechtfertigen. Viele Politiker (siehe Rainer Brüderle beim BDI ) sind nicht mehr glaubwürdig. Die zunehmenden Bürgerproteste, ob bei Castortransporten, Atompolitik oder Stuttgart 21, werden von den Politikern nicht ernst genommen oder diffamiert.

Die Bürger werden einfach übergangen statt sie einzubinden. Viele Projekte werden von der Politik einfach durchgesetzt, auch wenn sie ökologisch und verkehrspolitisch unsinnig sind. Das alles lässt sich der Wähler nicht mehr gefallen. Daher die hohe Wahlbeteiligung der ehemaligen Nichtwähler, was auch den Grünen dieses tolle Ergebnis beschert hat.

Wenn die SPD trotz Verlusten von fast zehn Prozent der Wählerstimmen in Rheinland-Pfalz das Ganze als ein Sieg feiert, nur weil sie knappe 0,5 Prozent über der CDU liegt, ist das mehr als peinlich. Sollten die noch großen Parteien ihre Politik nicht ändern und weiter an Glaubwürdigkeit verlieren, dann gibt es bei den nächsten Wahlen in den Ländern noch größere Verluste.

Marcel Schanen, Gusterath



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Peinlich

Ein C oder ein S im Parteienkürzel reichen nicht mehr, um die Wähler für sich zu gewinnen. Mit der Ausrede, die Atomkatastrophe in Japan sei an allem schuld, kann man diese Einbrüche nicht rechtfertigen. Viele Politiker (siehe Rainer Brüderle beim BDI ) sind nicht mehr glaubwürdig. Die zunehmenden Bürgerproteste, ob bei Castortransporten, Atompolitik oder Stuttgart 21, werden von den Politikern nicht ernst genommen oder diffamiert. Die Bürger werden einfach übergangen statt sie einzubinden. Viele Projekte werden von der Politik einfach durchgesetzt, auch wenn sie ökologisch und verkehrspolitisch unsinnig sind. Das alles lässt sich der Wähler nicht mehr gefallen. Daher die hohe Wahlbeteiligung der ehemaligen Nichtwähler, was auch den Grünen dieses tolle Ergebnis beschert hat. Wenn die SPD trotz Verlusten von fast zehn Prozent der Wählerstimmen in Rheinland-Pfalz das Ganze als ein Sieg feiert, nur weil sie knappe 0,5 Prozent über der CDU liegt, ist das mehr als peinlich. Sollten die noch großen Parteien ihre Politik nicht ändern und weiter an Glaubwürdigkeit verlieren, dann gibt es bei den nächsten Wahlen in den Ländern noch größere Verluste. Marcel Schanen, Gusterath