1. Meinung
  2. Leserbriefe

Gesundheit: Pillepalle-Quatsch

Gesundheit : Pillepalle-Quatsch

Zur Berichterstattung über Proteste und Demonstrationen gegen die Corona-Regeln schreiben Paul R. Woods und Robert Goergen:

Zitat aus dem Sozialgesetzbuch (SGB), Fünftes Buch, Gesetzliche Krankenversicherung, § 52 Abs.1:

„Haben sich Versicherte eine Krankheit vorsätzlich oder bei einem von ihnen begangenen Verbrechen oder vorsätzlichen Vergehen zugezogen, kann die Krankenkasse sie an den Kosten der Leistungen in angemessener Höhe beteiligen und das Krankengeld ganz oder teilweise für die Dauer dieser Krankheit versagen und zurückfordern.“

Das heißt: Personen, die die Corona-Beschränkungen absichtlich nicht beachten, sollten unter Berufung auf die oben angeführte Rechtsvorschrift zur Kasse gebeten werden.

Als Beispiele für Verstöße gegen die Beschränkungen und die Hygiene-Regeln sind Reisen in Risikogebiete anzusehen und die Beteiligung an Veranstaltungen wie Partys und Demonstrationen, bei denen durch das Nichttragen von Gesichtsmasken und Ignorieren von Mindestabständen durch andere eine erhebliche Gefährdung der eigenen Gesundheit herbeigeführt wird.

Den Krankenversicherungen obliegt nach meiner Meinung hier eine besondere Verpflichtung zur Kostenminderung, was durch Ermittlungsverfahren, wie sie auch bei Unfällen durchgeführt werden, gewährleistet werden könnte.

Paul R. Woods, Neumagen-Dhron

„Sie demonstrieren für eine zweite Welle“, „Verschwörungstheoretiker“, „Nazi-Szene“, „Extremisten“, heißt es in den Medien. Es gibt in vielen deutschen Städten Demonstrationen. Hat schon mal jemand die Demonstranten gefragt, warum sie demonstrieren? Es fing alles harmlos an, mit einer Grippewelle. „Alles kein Problem“, hieß es von den Politikern. Die Bundesländer machten jedes ihr eigenes Ding. Plötzlich: „Wir haben ein großes Problem. Das Virus ist sehr gefährlich. Es werden viele Millionen Menschen sterben.“ Der deutschlandweite Lockdown wurde ausgerufen. Andere Länder – andere Sitten. Schweden hat auf den normalen, gesunden Menschenverstand gebaut und ist damit nicht schlechter gefahren. Hier bei uns gab es andere Regeln; aber nicht für alle Menschen und Berufsgruppen. Die systemrelevanten Firmen und Betriebe durften weiter arbeiten. Die Gastronomie, die Tourismus-Branche, Schauspieler, Schausteller, Bekleidungsgeschäfte, Tante-Emma-Läden, alles musste geschlossen werden – nicht systemrelevant (auch sie hätten mit den Corona-Regeln arbeiten können). Während die Supermärkte, Baumärkte, Discounter und der Internethandel sich eine goldene Nase verdient haben.

Jetzt dürfen auch kleinere Geschäfte und Unternehmen wieder einigermaßen normal arbeiten. Mit Masken, Abstand und so weiter. Aber auch hier gibt es wieder Ausnahmen. Während Freizeitparks wieder geöffnet sind, müssen Betreiber von Kirmesbuden zu Hause bleiben. Wir müssen Masken tragen, Abstand halten, dürfen uns nur in kleinen Gruppen treffen. Aber auch hier gibt es Ausnahmen, denn jedes Bundesland macht seine eigenen Regeln. Zum Beispiel wurde in den Gaststätten und Restaurants der Feierabend um Stunden vorverlegt. Das Virus ist abends ab 21 Uhr unterwegs. Dann wurde die Zeit stückweise heraufgesetzt auf Mitternacht. Jetzt herrscht wieder die normale Zeit, und die Gaststätten dürfen bis morgens geöffnet sein.

Weltweit sieht die Sache nochmal anders aus. Die Medien berichten, dass in verschiedenen Ländern Tausende Menschen an Covid-19 gestorben sind. Angeblich gibt es auch hier in Deutschland sehr viele Tote. Da das Virus „so extrem gefährlich“ ist, wurden von Anfang an nur wenige Tote obduziert. Verkehrsunfall? „Corona“. Altersbedingt gestorben? „Corona“. Krebs? „Corona“. Das RKI kam und kommt täglich mit neuen Zahlen, die man kaum überprüfen, geschweige denn glauben kann. Die Untersuchungsmethoden und -ergebnisse, ob jemand infiziert ist, sind teilweise fragwürdig. Trotzdem wird von Politikern und Medien die Panik weiter geschürt.

Es gibt kein System und keine Ordnung in diesem Corona-Wahnsinn. Ein kleines Stück Stoff vor Mund und Nase soll uns vor einer Ansteckung schützen? Feuerwehrleute, Fahrzeuglackierer und viele andere Menschen müssen während ihrer Arbeit große Atemschutzmasken und -geräte tragen, um keine schädlichen Stoffe einzuatmen. Wenn das Virus wirklich so gefährlich wäre, wie man uns ständig erzählt, sollte man es konsequent und im großen Stil bekämpfen und uns nicht mit irgendwelchem Pillepalle-Quatsch ärgern.

Was kann man überhaupt noch glauben? Und da fragen die Politiker und Medien, warum so viele Menschen „ohne Masken und ohne Abstand“ demonstrieren? Sie haben die Nase voll und die Augen offen und sehen jetzt den Schwachsinn an Corona-Regeln, den die Politiker uns aufgedrückt haben.

Robert Goergen, Oberweis