Planlose Planer

Zum Artikel "Saar-Lor-Lux so bedeutend wie Berlin oder Barcelona" (TV vom 26. Januar):

Hier gebührt dem Redakteur ein großes Lob für seinen journalistischen Weitblick, dass er die Studie der Uni Luxemburg, wonach die wirtschaftliche Entwicklung der Großregion als vorbildlich zu bezeichnen ist, direkt mit dem Fotokommentar, dass täglich die Luxemburgpendler im Feierabendstau auf der Autobahn 64 stehen, in Verbindung bringt und damit die Misere deutlich zum Ausdruck bringt. Auf der einen Seite verdankt die Region den Pendlern ihre stets so sehr gelobte wirtschaftliche Dynamik, die gerne in Kauf genommen und ständig dankbar erwähnt wird. Auf der anderen Seite zahlen eben diese Pendler den Preis für diese Entwicklung mit immer länger werdenden Fahrtzeiten, die im Wesentlichen darauf zurückzuführen sind, dass scheinbar planlose Planer aus dem Landesbetrieb Mobilität (allein die Bezeichnung ist schon ein Oxymoron, denn auf der genannten Strecke A64/B52 führten deren Maßnahmen geradewegs in die Immobilität) zielsicher am aktuellen und perspektivischen Bedarf weit vorbei lavierten. Für die Politiker der Region muss es einer Ohrfeige gleichkommen, dass sie sich ausgerechnet von den Luxemburgern sagen lassen müssen, dass für die Entwicklung der Großregion eine bessere, grenzüberschreitende Verkehrsanbindung nötig sei. Die LBM-Planer dürfte das mal wieder nicht interessieren, da sie entweder weit genug aus dem Publikationsradius des Trierischen Volksfreunds weg sitzen, ihren Arbeitsweg möglicherweise bequem gestalten können oder sie halt gegebenenfalls weiterhin eine Form von Ignoranz und Fehlsichtigkeit ausleben.

Dr. Uwe Stein, Fell

Saar-Lor-Lux

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