Politik aus dem Hinterhaus

Leser : Politik aus dem Hinterhaus

Zum Artikel „Heiße Diskussion in Bernkastel-Kues“ in der TV-Ausgabe vom  Freitag, 28. Juni, diese Meinung: Manchmal zieht man die Augenbrauen hoch, wenn man liest, wie unterschiedlich der Wählerwille interpretiert wird, insbesondere wenn es nach den Wahlen um die Besetzung von Posten geht. „Klassischer Sieg des Hinterhauses über die Demokratie“, kann ich da nur sagen. Hier bekommt das Wort Demokratie in der Gesinnung der Christlich Demokratischen Union eine ganz andere Bedeutung. Meine Empfehlung ist, bei Wikipedia nachzulesen, was man im Allgemeinen unter Demokratie versteht. Der Wille der Bürger muss sich nach meinem demokratischen Empfinden auch in der Besetzung der Posten als Beigeordnete widerspiegeln. Genau das Gegenteil ist erfolgt.  Gleich zwei Posten gehen an die CDU, einer an Bündnis 90/Grüne und die FDP. SPD und Freie Liste gehen leer aus, obwohl nach dem Willen der Wähler die SPD die zweitstärkste Kraft im Gremium des VG-Rates Bernkastel-Kues ist. Da drängt sich tatsächlich der Verdacht auf, das hier vor der ersten Sitzung bereits Absprachen hinter verschlossener Tür erfolgt sind. Ich empfinde solch eine Praxis als beschämend. Die „Wahl“ selbst kann ich nur als Farce ansehen. Das Prozedere gleicht eher einer Machtdemonstration. Demokratie ade! Auf der künftigen Arbeit des VG-Rates kann nach meinem christlichen Empfinden kein Segen liegen. Großes Lob an den VG-Rat Wittlich-Land, der wusste wie man’s richtig macht.

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