Politik

Zur Doppel-Seite "Was die Parteien wollen" (TV vom 23. Februar):

Da lese ich: "Den Nationalpark wollen die Grünen touristisch weiter festigen. Tiere und Natur sollen sich in Waldgebieten und Biotopen frei entwickeln." Hier liegt das Krankheitsbild einer Schizophrenie vor. Will diese Regierungspartei einen Wildtier-Zoo im "Nationalpark"? Das wird nicht gelingen! Unsere sensiblen Wildtiere (insbesondere das Logo-Tier Wildkatze, aber auch Käuze, Eulen, Schwarzstörche und Rotwild) brauchen gerade das nicht: Touristik! Sie werden hier nicht mitspielen! Dieser Nationalpark ist schon jetzt voll übermäßig erschlossen, weitere Maßnahmen dahingehend sind völlig kontraproduktiv und zerstörerisch. Was unsere Wildtiere brauchen, ist Ruhe, Ruhe und nochmals Ruhe und vor allem: die Abwesenheit des Störenfriedes Mensch. Hier handeln offenbar dilettantische Politiker, die substanziell hiervon keine Ahnung haben. Es musste so kommen. "Traumschleifen"-Fanatiker gegen originäre Naturschützer, Ruhezonen für die Natur gegen Fremdenverkehrs-Lobbyisten, Wildnis gegen Rummelplatz. Man sollte sich für eine Richtung entscheiden, muss sich entscheiden, ich hoffe für die richtige. Die "Nationalpark"-Idee, ursprünglich gut und sinnvoll, wird hier konterkariert. Hans-Josef Koltes, Neuhütten