| 20:42 Uhr

Politik

Zur Berichterstattung über den Präsidentenwechsel in den USA:

Man mag zu Donald Trump stehen, wie man will, und ob man seine Meinung teilt, ist vollkommen zweitrangig. Viel mehr von Bedeutung ist, dass sie überhaupt wieder einmal von einem Politiker ausgesprochen wird. Die hiesigen etablierten Politiker sind nämlich unfähig, sich in einer offenen Sprache und in klaren Worten zu äußern und sich so zur verbrieften freien Meinungsäußerung zu bekennen. Sie sind ideenlos, pflegen eine politische Monokultur, sie bieten nur politisch korrekten, farblosen und geschmacklosen Einheitsbrei. Donald Trump dagegen hat die Fähigkeit, wachzurütteln, aufzumischen und zu faszinieren. Diese Fähigkeiten gehen unseren Politikern leider vollkommen ab. Angeblich gibt sich in Berlin der Merkel'sche Hofstaat gelassen. Nun denn, wer es glaubt, wird selig! Realistischer ist eher eine Mischung aus Pfeifen im Wald, gepaart mit dem Zittern von morschen Knochen, verbunden mit einem langsamen, aber stetigen Gleiten in die Götterdämmerung. Hans J. Hauprich, Kasel