Politik

Zum Artikel "Mainz feiert den Digitalfunk - Region funkt aber weiter analog" (TV vom 30. März) diese Zuschrift:

Wenn ich mir die Artikel und Kommentare, die im Zusammenhang mit durchweg positiven Beschlüssen der Landesregierung im TV erschienen sind - sei es Nachtragshaushalt oder Lückenschluss der A 1 -, nochmals Revue passieren lasse, habe ich den Eindruck gewonnen, dass beim Trierischen Volksfreund eine Taskforce aus vier bis fünf Redaktionsmitgliedern besteht, die den Auftrag hat, jeden kritischen Halbsatz oder jeden Schnellschuss in einem Artikel oder Kommentar groß herauszubringen und dabei ja nicht den Nürburgring zu vergessen. Dabei bedienen sie sich scheinbar V-Leuten, die sie in jedem Ministerium sitzen haben. Manchmal liegt man vor Übereifer auch falsch, wenn die Information nicht richtig verstanden worden ist. So ist schon die Überschrift des Artikels "Mainz feiert den Digitalfunk - Region Trier funkt aber weiter analog" irreführend und falsch. In Mainz wurde nur der Abschluss des Netzaufbaus zu Recht gewürdigt. Eine wichtige Etappe zum landesweiten Digitalfunk. Diesen Aufbau des Funknetzes hat Herr Pistorius in seinem sonst nicht zutreffenden Kommentar "Siegesfeier vor dem Anpfiff" als beachtliche Leistung und keine Kleinigkeit bezeichnet. Warum sollte das nicht als Dank an die Aufbaufirmen gefeiert werden? Also fast ein klassisches Wassergeflügel, genannt "Ente"... Dann hat man noch einen städtischen Feuerwehrmann, der sich als mittelalterlicher Untertan fühlte, dazu verführt, das alles zu sagen, was allen anderen Kollegen auch bekannt ist, und bei der Einführung einer neuen Technik eben mit Anfangskrankheit belastet ist. Des Weiteren wurden einige überrascht und auf dem falschen Fuß erwischt, nämlich mit dem Ausbau des Lückenschlusses der A 1 (Leserbrief vom 27. März: "Die Vernunft hat gesiegt") und für Trier bedeutend: die Aktivierung der Westtrasse zwischen Ehrang und Luxemburg. Auch hier hat Herr Pistorius im Schnellschuss von einem Traum gesprochen und das Ganze auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschoben. Niemand hätte Pläne, Konzepte oder Kostenrechnungen. Am 2. April musste der Herr Redakteur schon das Gegenteil berichten. Bei der Stadt liegt bereits der Entwurf einer Machbarkeitsstudie für die Westtrasse vor, die im Sommer dem Stadtrat vorgelegt werden soll. Die Stadt hat also nicht geschlafen, obwohl OB Jensen laut Herrn Pistorius dem Objekt nur zunächst Zustimmung signalisiert hätte. Dieses Missgeschick versuchte der Redakteur in seinem Kommentar am 2. April auszubügeln - vergeblich. Helmut Deininger, Trier

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