Politik

Zur Berichterstattung über den gescheiterten Verkauf des Flughafens Hahn und die Rolle der Wirtschaftsberatung KPMG:

Die Geschichte der Luftpumpen will kein Ende nehmen. Wieder einmal hat die Landesregierung bewiesen, dass sie mit dem Verkauf von Immobilien völlig überfordert ist. Nachdem bereits der Verkauf des Nürburgrings ein Fiasko war, hat sich die Geschichte am Flughafen Hahn nun wiederholt. Man ist einem Investor aufgesessen, der nichts als heiße Luft zu bieten hatte. Wie übrigens vor ein paar Jahren, als ein gewisser Herr L. aus Luxemburg in Bitburg einen weiteren Flughafen kaufen und betreiben wollte - geblieben ist nur die Erinnerung an die heiße Luft, die er produziert hat. Nun also der Versuch, den Hahn an einen chinesischen "Investor" zu verkaufen. Für (so hört man) 13 Millionen Euro. Als Nachweis der Kaufkraft reichte ein Kontoauszug einer chinesischen Bank, geprüft und für gut befunden von den Fachleuten der KPMG. Und nun stellt sich heraus, zum Schnäppchenpreis von 6,25 Millionen hat die KPMG ihre Dienste dem Land zukommen lassen. Also fast die Hälfte dessen, was als Verkaufspreis fließen sollte. Mal abgesehen davon, dass die "Berater" der KPMG (ich nenne sie Luftpumpen) total versagt haben, frage ich mich, welche Beziehungen gibt es zwischen Mitarbeitern der KPMG und den für den Verkauf zuständigen Mitarbeitern der Landesregierung? Wenn da nicht mal jemand diesen Beratungsauftrag vergeben hat, um der KPMG mal eben ein paar Millionen unserer Steuergelder in die Kasse zu schieben! Wer immer verantwortlich war, nur ein völlig naiver Mensch kann glauben, dass dies alles mit rechten Dingen zugegangen ist. Wenn man die richtigen Beziehungen hat, scheint nichts leichter zu sein, als Millionen Euro Steuergelder für eine nicht erbrachte Leistung zu kassieren. Aber so lange unsere Politiker nicht für diese Verschwendung haften müssen, so lange wird mit dem Geld des Steuerzahlers weiter so umgegangen werden. Ich bin fest davon überzeugt, dass am Hahn ein wirtschaftlicher Flughafen-Betrieb nicht zu realisieren ist. Deshalb habe ich ein Kaufangebot vorgelegt - ich biete fünf Euro und verwandele den Flughafen in einen großen Wind- und Solarpark. So taugt wenigstens der Wind, der von Natur aus über den Hunsrück bläst, zu etwas. Dann müssen auch nicht mehr so viele Windräder in den Wald gebaut werden, und es wird Strom statt heißer Luft produziert. Hoffentlich nehmen die in Mainz mein Angebot an. Ich zahle bar! Rainer Weinand, Maring-Noviand