Politik

Zum Artikel "Merkel wandelt auf Kohls Spuren und kämpft um den Machterhalt" und zum Kommentar "Der Anfang vom Ende" (TV vom 21. November):

Volksfreund-Korrespondent Werner Kolhoff schreibt von der "erst einmal guten Nachricht, dass sie wieder kandidiert", er beschreibt Angela Merkel richtig als "Transatlantikerin und Europäerin durch und durch ... und sie kann Nationalismus nicht leiden". Diese Charakterisierung ist super treffend! Aber als Oberhaupt eines Landes ist wenigstens etwas nationalistisches Denken angebracht, oder? Sonst sollte man sich eher für das Amt des Außenministers oder fürs EU-Parlament bewerben! Wohlgemerkt: Es geht um die deutsche Kanzlerin! Warum schämen wir uns für einen gesunden Nationalismus? Die heutige Situation und deren Probleme in Deutschland verlangen doch besonders Einfühlung in interne nationale Probleme - und bitte auch etwas nationale Bodenständigkeit in Vertretung unserer eigenen Interessen, es geht nicht nur um Welt-Illusionen, die sicherlich bestimmt auch ihren Sinn haben ... Solange alle "anders" gerichteten Meinungen oder nationale Anliegen als Populismus beschimpft werden, fördert es wohl eher nicht die Wiederwahl von Angela Merkel. Annette und Arndt Müller, Konz Die Freude von Merkels Parteifreunden kann ich verstehen, können doch viele von ihnen wieder "Pöstchen" erwarten. Teilen kann ich die Freude aber nicht und hoffe auch eindringlich auf einen Wechsel, wie auch immer. Aber wahrscheinlich hoffe ich vergeblich, wählen doch die meisten Menschen, die heute schon unter der Armutsgrenze leben, und die, die noch nicht damit rechnen (weil sie nicht rechnen können), spätestens ab ihrer Rente auch unter die Armutsgrenze rutschen. Was ist in Merkels Regierungszeit geschehen? Die Armen sind immer ärmer geworden, und die ganz Reichen brauchen immer neue Spielwiesen, wo sie ihre Milliarden gewinnbringend anlegen können. Sie hat nach der Bankenkrise dafür gesorgt, dass die Verursacher für ihre Schandtaten nicht einmal bestraft wurden, geschweige denn zur Schadenwiedergutmachung herangezogen wurden. Die Kosten musste der Steuerzahler übernehmen. Selbst die groß angekündigte Bankenregulierung ist eine Farce, denn bei dem immer noch großen "Spielen" reicht das Eigenkapital beim nächsten Crash wieder nicht, um sich selbst zu retten, sodass dann wiederum der Steuerzahler herangezogen wird. Der Vorschlag vom "Schwarze-Null-Schäuble", die Autobahnen zu privatisieren, zeigt außerdem, dass weiterhin der Staat unter dieser Regierung dem Großkapital das Geld in die Kassen spülen will. Jetzt frage ich mich, was diese Frau mit ihren Hintermännern geleistet hat, dass sie weitere vier Jahre aussitzen will, für die sie bei ihrer Zusage für die weitere Kandidatur nicht einmal ein Wort über ihre Pläne verloren hat, außer, dass sie weiterhin an der "Macht" bleiben will. Friedrich Leiss, Konz