Politik

Zu den Leserbriefen unter der Überschrift "Volksverhetzend und rassistisch" (TV vom 31. Dez./1. Jan.):

Ich bin überrascht, wie Sie sich ihre eigene Welt zusammenbasteln, Herr Hermsen. Wer immer noch nicht erkannt hat, dass die Aufnahme von Millionen Flüchtlingen in Deutschland enorme Veränderungen in unserer Gesellschaft bedeutet, hat ein Realitätsproblem. Dies als rechtspopulistisches Gedankengut darzustellen, ist genau so unsinnig wie die Verharmlosung von Gewalttaten und Terror, die von Zugereisten verübt werden. Nur Einzelfälle? Bleibt die Frage, woher Sie Ihre Informationen beziehen. Was die Religion angeht, würde ich Ihnen vorschlagen, sich mit dem Islam näher zu befassen, damit Sie einen Einblick bekommen, wie weit diese Religion von unseren christlichen Werten entfernt ist. Sie schreiben, dass wir in einer Demokratie und in einem Rechtsstaat leben. Warum können dann 80 Prozent der Flüchtlinge ohne Pass oder sonstige Identitätsnachweise einreisen? Hier versagt der Rechtsstaat komplett. Vor Menschen, die für andere da sind und ihnen zur Seite stehen, habe ich großen Respekt, Frau Kesselheim. Sie beschreiben Ihre Gefühlswelt und Ihr Handeln, was auch so weit in Ordnung ist. Womit ich nicht einverstanden bin, ist die Pauschalisierung, dass wir mitverantwortlich seien am Unheil anderer Länder. Die größten Probleme in den muslimischen Staaten in Afrika und Arabien sind die Bevölkerungsexplosion und die Glaubenskriege. Sie schreiben, dass Sie besorgt sind wegen des fehlenden Respekts und des um sich greifenden Hasses, der vielen Vorurteile. In den ersten beiden Punkten muss ich Ihnen widersprechen. Die Anzahl derer in Deutschland, die hasserfüllt sind, ist dermaßen gering, dass die übrige Gesellschaft sehr gut damit umgehen kann. Man sollte sich aber auch die Frage stellen, wie viel verkraftet eine Gesellschaft, ist ein Staat auf Dauer regierbar, wenn die eigenen Bürger immer mehr belastet werden? Mir fehlt in Ihrem Kommentar, dass Sie die Armut in unserem Land nicht erkennen, Millionen leben am Existenzminimum. Zusammengefasst: Wir leben in einer Welt, wie wir sie selbst erschaffen haben, jedes Land nach seinen Vorstellungen und besonders seiner Kultur, die man erhalten muss. Dies trifft auch auf Deutschland zu. Siegmar Stein, Trier