Politik

Zur Berichterstattung über den "Bläh-Bundestag" (TV vom 24. Januar):

Nach dem Gesetz besteht der Bundestag aus 598 Abgeordneten, wobei 299 für die Erststimme "reserviert" sind. Wegen Überhang- und Ausgleichsmandaten könnte der Bundestag auf bis zu 670 oder gar 750 Abgeordnete anwachsen. Was für eine inflationäre Entwicklung! Während der Bundestagspräsident für die Höchstzahl von 600 plädiert, legt sich der Steuerzahlerbund auf nur noch 500 Abgeordnete fest. Dabei gibt es eine einfache und gerechte Lösung! Die Gesamtzahl der Abgeordneten sollte für die Wahl 2017 bei 600 bleiben und zukünftig nur noch aus höchstens 500 bestehen. Für 2017 müssten 300 Wahlbezirke eingerichtet werden. Die Zweitstimme, Überhang- und Ausgleichsmandate sowie die Fünf-Prozent-Klausel sollten nicht mehr angewendet werden. Eine Stimme pro Wahlberechtigtem! 600 Mandate würden sich zum Beispiel so zusammensetzen: 300 Mandate für Wahlbezirksgewinner, 300 Mandate zunächst für alle tatsächlichen Wählerstimmen (ohne Nichtwähler, ungültige Stimmen, Wahl-Ausgeschlossene). Diese 300 würden allerdings reduziert, bei gültigen Stimmen von zum Beispiel 70 Prozent wären dies 210 Mandate, die mit der Gesamt-Stimmenzahl für alle Parteien nach dem d'Hondt-Verfahren festgestellt und den Parteien zugeteilt werden, wobei selbstverständlich auch die Stimmen für die Wahlkreis-Gewählten mitzählten. Nach dieser Methode müssten sich alle Parteien endlich anstrengen, um die Gunst der Wähler zu erlangen und eine höhere Wahlbeteiligung zu erreichen. Geht eine Wahl gerechter? Gerlach Pfeiffer, Kirchweiler