Politik

Zur Berichterstattung über den Verkauf des Flughafens Hahn an die Shanghai Yiqian Trading Company (TV vom 7. und 8. Juni):

Ein weiteres Kapitel der unendlichen Geschichte um den Flughafen Hahn. Da wurden die Millionen in ein Projekt gesteckt, das von Anfang an nicht die richtige Unterstützung der Anteilseigner hatte. Vonseiten des Flughafens Frankfurt (Land Hessen) waren es wirtschaftliche Erwägungen, bei der rheinland-pfälzischen Regierung die fehlende unternehmerische Kompetenz. Da hat man sich lange von Ryanair am Nasenring durch die Manege ziehen lassen, und nun soll es (ausgerechnet) ein chinesischer Investor richten. Ein kompletter Flughafen wird nun für einen "niedrigen" einstelligen Millionenbetrag verscherbelt, weitere Millionen Euro werden bis 2024 fließen. Dass nun ausgerechnet das Geschäft mit verderblichen Lebensmitteln und chinesische Touristen das Allheilmittel sein sollen, ist sehr schwer nachzuvollziehen. Sicher ist der Hahn für die Region und die vielen Mitarbeiter von fundamentaler Wichtigkeit, jedoch hätte man sich, mit fachmännischer Unterstützung der richtigen Personen, eine etwas positivere Lösung gewünscht. Herbert Reichert, Wittlich Toll, Frau Dreyer! Schon wieder ein Stück Rheinland-Pfalz verscherbelt! Hätte man den Flughafen nicht verpachten können, ebenfalls den Nürburgring? Der Ring hätte, wenn er schon verkauft werden musste, an den ADAC gehört und nicht an Russen. Wenn ich das richtig verstanden habe, weiß man gar nichts über diese Chinesenfirma, und was noch schlimmer ist, die bekommen noch Geld dazu, dass sie ihn nehmen. Dann wäre es besser gewesen, den Hahn an Ryanair zu verpachten, ohne Subventionen, oder dichtzumachen, statt den Chinesen auch noch Subventionen zu versprechen - aber wir haben's ja. Rita Ames, Zeltingen-Rachtig Nun ist es amtlich, der Hahn wird an einen chinesischen Käufer verramscht. Und der Steuerzahler darf wieder einmal für die zu erwartenden Kosten einstehen. Verkauft wird der Flughafen an eine Firma, die nicht einmal der chinesischen Handelskammer bekannt ist. Immerhin ist der Verhandlungsführer des Käufers selbst Pilot - er ist sozusagen durch seinen Beruf als Käufer absolut qualifiziert und über jeden Zweifel erhaben. Und die Arbeitsplätze werden natürlich erhalten. Fragt sich nur wie lange? Bis keine Subventionen mehr fließen? Und dann macht die SYT wieder den Abflug und hinterlässt verbrannte Erde. Nun gut, man hat bis dahin ja bestimmt mal 40 Millionen Euro Steuergelder kassiert, ganz zu schweigen von den Informationen, die dem Käufer automatisch in die Hände fallen - Passagierdaten mit allem, was dazugehört, Verträge, Sozialversicherungsdaten … Früher musste für solche Informationen noch "ordentliche" Wirtschaftsspionage betrieben werden - heute werden sie verschachert, und das Ganze wird dem Käufer auch noch mit vielen Millionen Steuergeldern schmackhaft gemacht. Herzlichen Glückwunsch an unsere politische Führung, hat man doch in Mainz mal wieder bewiesen, welches Geschick man beim Verkauf solcher Millionengräber an den Tag legt. Irgendwie erinnert das an den Nürburgring - nur dass der an einen russischen Investor verkauft wurde. Normale Menschen lernen aus ihren Fehlern - unsere Politiker augenscheinlich nicht. Rainer Weinand, Maring-Noviand