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Zur Kredit-Affäre des Bundespräsidenten:

Dumm gelaufen: Nur weil unsere Gerichte überlastet sind, ereilt das Schicksal nun die Person des Bundespräsidenten. Aber wie im wirklichen Leben werden auch ehemalige Ministerpräsidenten von Schicksalsschlägen nicht verschont. Mit dem Beginn einer neuen Beziehung nimmt das Übel seinen Lauf. Nun gehört zu einem Neuanfang auch ein standesgemäßes eigenes Heim. Da aber Ministerpräsidenten (besonders in Niedersachsen) so schlecht bezahlt werden, ist man so auf die Hilfe guter Freunde/Freundinnen angewiesen, zumal man bei einer möglichen anderweitigen Kreditbeschaffung womöglich nicht die nötigen Sicherheiten nachweisen könnte. Und weil man dann sein mühsam verdientes Gehalt für die Darlehenstilgung verwenden müsste, könnte man sich nicht einmal mit seiner neuen Geliebten einen standesgemäßen Urlaub gönnen, geschweige denn die erste Klasse im Flieger. Und wieder sind gute Beziehungen bares Geld wert. Nun gehört es auch in diesen Kreisen zum guten Ton, ein Buch zu veröffentlichen. Dieses aber massenweise (im Wahlkampf) unter die Leute zu bringen kostet Geld. Kein Problem: Es gibt ja genügend reiche Unternehmer, die mit ihrem überflüssigen Geld nichts Sinnvolles anzufangen wissen. Pech ist nur, dass so etwas auch noch häufig in C-Kreisen vorkommt und Jahre später kurz vor der Weihnachtsansprache des Bundespräsidenten öffentlich wird. Im Ernstfall hat man ja auch noch gute Rechtsanwälte, die die "Drecksarbeit" erledigen. Wie kommt so etwas bei Millionen Menschen in Deutschland an, denen es infolge niedriger Renten, Arbeitslosigkeit oder Niedriglohn-Arbeitsverhältnissen am Nötigsten fehlt? Alfred Hauer, Niederweiler