Politische Mauer

Zur Debatte in der SPD über Koalitionen mit der Linkspartei erreichte uns diese Meinung:

Haben wir in den alten Bundesländern tatsächlich vergessen, dass wir über fünf Jahrzehnte Staatsfeind Nummer eins für die ehemalige SED-Führung waren? Vergessen, dass bereits in den fünfziger Jahren eine Machtübernahme durch Kommunisten bevorstand? Damals hieß der Slogan "Lieber rot als tot". Konrad Adenauer sagte damals einen bemerkenswerten Satz: "Wir wählen die Freiheit." Ehemalige SPD-Politiker wie Kurt Schumacher, Erich Ollenhauer oder Willy Brandt würden sich wohl im Grabe umdrehen. Schade nur, dass so ehrenwerte Politiker wie Michael Naumann in Hamburg das politische Handtuch werfen. Meines Erachtens wäre für SPD-Politiker um den Seeheimer Kreis die einzige Konsequenz, sich von dem jetzigen Kurs der SPD-Führung zu trennen. Denn wir wissen doch alle, wohin diese absolute Nibelungentreue geführt hat - in den Untergang. Die von der Linken-Fraktion im niedersächsischen Landtag ausgeschlossene DKP-Politikerin Christel Wegner wird Recht behalten: Wenn die Linke erst einmal auf Bundesebene mitregiert, wird es eine politische Mauer um die Bundesrepublik geben.Axel Michalowski, Bitburg parteien