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Gesellschaft: Positiv denken, nach vorn schauen

Gesellschaft : Positiv denken, nach vorn schauen

Zur Berichterstattung über Krisen und Konflikte in der Welt schreibt Bernhard Fuchs:

Manchmal reibe ich mir die Augen und denke: Habe ich schlecht geschlafen? Ist das alles ein Traum? Was ist nur los in der Welt?

Da sind es die Herren Trump, Putin, Erdogan & Co., die verrückt spielen und Menschenleben riskieren, um ihre Interessen durchzusetzen. Nur wegen des Geldes?!

Da sind es die Großkonzerne, die lügen und betrügen und uns Sachen verkaufen, die wir nicht brauchen. Ich denke an den Diesel-Skandal und die Atomkraft mit der Endlagerung (eine Million Jahre). Beides kostet uns Milliarden Euro. Oder die Pharmaindustrie mit ihren Produktionsverlagerungen ins Ausland. Oder die Billigware aus China, die wir alle zwei Jahre erneuern müssen ...

Und wenn ich diese Gedanken verdrängt habe, dann beschäftige ich mich mit dem Menschenhandel, mit der Versklavung der Arbeitskraft, sei es aus Afrika oder Asien oder Osteuropa, damit wir gut und billigst leben können. Oder die Cum-Ex Geschäfte. Die Liste könnte man endlos weiter führen. Ab und zu sehe ich kleine Lichtblicke am Horizont: Unsere Jugend steht auf und demonstriert, Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) mit seinem Lieferkettengesetz. Schauen wir nach vorn: Renovieren wir unsere Systeme von Grund auf, vieles ist gut, aber nicht mehr zeitgemäß:

- Gesundheitssystem: mit gerechten Löhnen und einem transparenten Krankenkassensystem.

- Arbeit und Soziales: keine Ausbeutung mehr und keine unnötigen Subunternehmer.

- Bildung: Anpassung an die digitale Welt von heute, die Jugend ist unsere Zukunft.

- Klimaschutz: breit gefächert, Nutzung aller Möglichkeiten, auch durch Verzicht auf immer steigenden Konsum.

Der Mensch gehört endlich in das Zentrum des Geschehens. Hören wir die Signale, die uns die Pandemie sendet. Ich bin ein positiver Mensch, ich gebe die Hoffnung nicht auf.

Bernhard Fuchs, Hillesheim