Provokation oder Posse?

Sport

Zum Artikel "Deutsche Tennisspielerin entsetzt über Hymnen-Panne" (TV vom 13. Februar):
Was unseren Tennisspielerinnen im Fed-Cup auf Hawaii als Nationalhymne von amerikanischer Seite zu Gehör gebracht wurde, erinnert auf fatale Weise an das Fußballspiel Deutschland-Jugoslawien (4:2) im Juni 1983 in Luxemburg. Dort wurde die Hymne des alten, monarchistischen Vorkriegs-Jugoslawien (Serbien) von einer amerikanischen Militärkapelle intoniert.
Die Noten stammten vermutlich aus der Botschaft Jugoslawiens in Brüssel. Es wurde von einer Provokation serbischer Nationalisten gemunkelt. Wahrscheinlich war ich der einzige Stadionbesucher, der die Hymne mitgesungen hat. Text und Melodie hatte ich von unserem serbischen Kriegsgefangenen Jivuta. Als Kinder sangen wir dieses Lied immer auf dem Weg vom Kindergarten zum Luftschutzbunker. Ich kann es noch heute: Marschiralla, Marschiralla, Kreiel Peter Garda ... Damals war Trump als möglicher Provokateur allerdings noch nicht geboren!
Erwin Lutz
Kanzem