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Leserbrief
Psychoterror! Oder: Schilda lässt in Wittlich grüßen

Stadtentwicklung

Zum Artikel „Zahltag: Bürger erhalten Bescheid nach 47 Jahren“ (TV vom 3. April) schrieb uns Ulrike Möhn Folgendes:

Ei, Bravo! Wittlich ist ja wohl die einzige Stadt, in der durch die seit Jahrzehnten vollkommen verfehlte  Innenstadtpolitik seitens Verwaltung und vonseiten des von der CDU dominierten Stadtrats Grundstückseigentümer in der Innenstadt für ihre leerstehenden Ladenlokale nach 47 Jahren zur Kasse gebeten werden. Worin die Wertsteigerung eines nicht vermietbaren Ladenlokales stecken soll, will sich mir nun wirklich nicht erschließen!

In den 1970er und 1980er Jahren gab es keine Leerstände in der Innenstadt. Aber leider gab es die  Deutsche Bau-und Grundstücksgesellschaft Baugrund mit einem gewissen Herrn Imlau als Stadtplaner. Einem Herren, der sich damals mehr als einmal ganz gewaltig im Ton vergriffen hatte. Leider hatte dieser Herr dann in Verwaltung und Stadtrat willfährige Handlanger.

Im Sanierungsgebiet bestand für die damaligen Grundstücksbesitzer ein jahrelanger Baustopp.

Da meine Großmutter und meine Mutter Widerspruch gegen den „Sanierungsbescheid“ ( Das Haus Triererstraße 15 sollte ein Parkplatz werden) eingelegt hatten, bekamen sie mehrmals im Monat Besuch von zwei Herren der Baugrund, die sie zur Umstimmung bewegen wollten.

Wir bezeichneten diese Vorgehensweise als „Psychoterror“. Nach jedem Besuch mussten die Herren aber unverrichteter Dinge wieder abziehen.

Und nun nach 47 Jahren dürfen die innerstädtischen Hauseigentümer dafür auch noch bezahlen. Schilda lässt grüßen!