Politik: Pure Provokation

Politik : Pure Provokation

Zur Berichterstattung über die Spannungen zwischen den USA und dem Iran im Konflikt um das Atomabkommen und zu den Konsequenzen schreibt Robert Seidenath:

Von Anschlägen auf Handelsschiffe sind die iranischen Revolutionsgarden mittlerweile zu Piraterie und Geiselnahme übergegangen. Die Absicht der iranischen Klerikaldiktatur ist offenbar, ihre europäischen Vertragspartner unter Druck zu setzen, die US-Sanktionen zu unterlaufen.

Das iranische Regime gibt jetzt vor, zu Verhandlungen über das Nuklearabkommen von 2015 bereit zu sein – allerdings erst nach Aufhebung der US-Sanktionen. Tatsächlich aber hat es vor der Verhängung der Sanktionen Verhandlungen immer strikt abgelehnt. Es ist offenbar immer nur dann gesprächsbereit, wenn ihm das Wasser bis zum Hals steht.

Warum zeigt sich das iranische Regime so starrsinnig, warum nimmt es so große Nachteile und Risiken in Kauf, warum lässt es die iranische Bevölkerung leiden?

Es könnte den Konflikt leicht entschärfen, wenn es bereit wäre, der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) jederzeitigen uneingeschränkten und unangemeldeten Zutritt zu gewähren – auch zu militärischen Einrichtungen –, die überzähligen Uranzentrifugen zu verschrotten, auf schweres Wasser (D2O) zu verzichten und seine ballistischen Raketen abzubauen.

Weshalb ist das Regime dazu nicht bereit? Es setzt sich so dem Verdacht aus, seine Atombombenpläne doch nicht aufgegeben zu haben und vielleicht sogar heimlich weiter an der Atombombe zu basteln.

Im Interesse des Weltfriedens sollte ein militärischer Konflikt möglichst vermieden werden, aus dem gleichen Grund aber ist es notwendig, den politischen und ökonomischen Druck auf das iranische Regime zu erhalten und zu verstärken.

Robert Seidenath, Gusterath

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