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Sport: Rasant und attraktiv

Sport : Rasant und attraktiv

Zur Meldung „O weh, Gladiators!  O weh, Miezen! O weh, Eintracht!“ (TV vom 18. Februar) und allgemein zur Berichterstattung über regionalen Sport im Volksfreund schreibt Günter Ewertz:

In der kleinen Meldung auf der Titelseite über die Niederlagen dieser drei Trierer Teams und dem Verweis auf die Nachberichte im Sportteil, wo dann großflächig darüber berichtet wird, zeigt sich leider (wieder) die Ignoranz, mit der der einzige Trierer Erstligist in einer Ballsportart, nämlich die Rollstuhlbasketballer der Doneck Dolphins Trier, seitens unserer Tageszeitung vernachlässigt und kategorisch tiefer angesiedelt wird.

Die Dolphins sind trotz kleinem Etat seit über 20 Jahren in der inzwischen stärksten Rollstuhlbasketball-Liga Europas vertreten.

Die Mannschaft hat am Samstag  trotz krankheitsbedingter Ausfälle mit einem Minikader in Zwickau mit 60:57 gegen einen direkten Mitkonkurrenten um die Play-off-Teilnahme gewonnen und damit schon als Viertplatzierter die Teilnahme an der Finalrunde gesichert.

Wie im einspaltigen Nachbericht zum Dolphins-Wochenende im hinteren Bereich des Sportteils (Anm. d. Red.: auf derselben Seite wie der Bericht über die Miezen, eine Seite vor dem Bericht über Eintracht Trier) zu lesen ist, hat das Team sogar mit noch einer Spielerin weniger am Sonntag im Nachholspiel in Wetzlar zwar gegen den deutschen Rekordmeister RSV Lahn-Dill verloren, aber sensationell noch zur Halbzeit geführt und eine tolle Leistung geliefert.

Warum die Redaktion die Dolphins  nicht zumindest mit den in ihren Sportarten tiefer angesiedelten Trierer Teams gleichstellt, ist die Frage, die wahrscheinlich nur sie selbst beantworten kann.

Vielleicht sollten die Redakteure mal in die Nominierungslisten der TV-Sportlerwahlen der letzten zehn Jahre und auch der aktuell laufenden reinschauen?! Die Nominierung der Dolphins Trier in der Kategorie „Mannschaft des Jahres 2018“  durch eine unabhängige Jury ist aufgrund des Erreichens der Play-offs und im Pokal des Final-Four absolut verdient. Keine der anderen hier genannten Mannschaften, denen ich viel Erfolg für den Rest der Saison wünsche, steht zur Wahl.

Vielleicht hilft auch ein Besuch eines Heimspiels in der Uni-Sporthalle, um die rasante und attraktive Sportart einmal live mit einigen Hundert Fans zu erleben und zu erkennen, dass die sportlichen Höchstleistungen der Dolphins auch entsprechend redaktionell honoriert werden?! Schön (und verdient) wäre es!

Günter Ewertz, Trier, Leiter der Kinder- und Jugendabteilung des RSC-Rollis Trier e.V., Stammverein der Doneck Dolphins