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Leserbrief: Raus aus Mali, aber nicht wie in Afghanistan!

Leserbrief : Raus aus Mali, aber nicht wie in Afghanistan!

Mali

Zu den  Artikeln „Wachsende Zweifel an Mali-Einsätzen“ (TV vom 4. Januar) und „Das Ende des Mali-Einsatzes ,ist eine Option’“ (TV vom 3. Januar):


Wenn ich diese Zeilen lese, dann beschleicht mich ein ungutes Gefühl, dass Afghanistan kaum vorbei  ist und unsere Soldatinnen und Soldaten sich in einem sehr gefährlichen Einsatz befinden.

Nun kommt noch hinzu, dass die dortige Regierung (oder auch Junta) ihre eigenen Vorstellungen von einer Befriedung des Landes hat. Es scheint wohl so zu sein, dass dort nun russische Söldner angeheuert werden, um unliebsame Gegenspieler auszuschalten. Wenn dies die bisherige internationale Einsatztruppe nicht ausreichend geschafft hat, dann wird dies der russischen Soldateska wohl nur schwerlich gelingen. Wie diese „Söldnertruppe“ vorgeht, ist ja hinreichend bekannt und auf dem afrikanischen Kontinent mehrfach praktiziert worden.

Die malische „Regierung“, wie diese sich selbst bezeichnet, sollte sich der Gefahren eines solchen Einsatzes bewusst sein. Oder ist diesen Leuten die Handlungsweise solcher bewaffneter Haufen nicht bekannt? Wenn ein solcher Einsatz stattfinden sollte, dann hat unsere Bundeswehr aus meiner Sicht  dort nichts mehr zu suchen. Friedensmission hin oder her: Unter diesen Umständen sollten die Soldatinnen und Soldaten raus aus Mali, aber nicht wie in Afghanistan, denn dort sah alles nach einem überstürztem Abzug oder sogar einer Flucht aus.

Und bitte vergesst diesmal nicht die einheimischen Unterstützer/Mitarbeiter und ihre Angehörigen! Eine weitere Blamage sollte sich die internationale Truppe ersparen.