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Gesundheit: Recht auf Freiheit – Grenzen der Freiheit

Gesundheit : Recht auf Freiheit – Grenzen der Freiheit

Zur Berichterstattung über die Diskussion um eine Masern-Impfpflicht in Deutschland schreiben Christine Becker, Volker Lepage und Mark Reuter:

Eines vorneweg: Ich gehöre nicht zu den „bösen Impfgegnern“, wir haben unsere Kinder (im Grundschulalter) gegen Masern impfen lassen.

Aber so sinnvoll Impfungen auch sein mögen: Das Recht der Eltern, über einen medizinischen Eingriff bei ihren Kindern selbst entscheiden zu können, muss unbedingt Bestand haben!

Leider wird die Debatte öffentlich sehr einseitig geführt. Das Thema Impfen ist weitaus komplexer, als es in Broschüren und den Medien oft dargestellt wird. Allein das wirtschaftliche Interesse der Pharma-Industrie an einer hohen Impfquote rechtfertigt meiner Meinung nach doch eine gewisse Skepsis. Die gerne als „Impfgegner“ bezeichneten kritischen Eltern, die sich bemühen, das Thema von allen Seiten zu betrachten und verantwortungsvoll eine Entscheidung zu treffen, haben dagegen keine Lobby.

Ich bezweifle sehr, dass hinter den Forderungen nach einer Impfpflicht das gesamtgesellschaftliche Interesse steht. Es gibt unzählige Möglichkeiten, die Gesundheit von Kindern zu schützen, die nicht im Widerspruch zum Grundkonsens unserer Gesellschaft mit dem Recht auf körperliche Unversehrtheit stehen (beispielsweise gesetzliche Vorschriften und Strafen im Bereich Verkehr – aber auf welcher Seite steht hier das Geld?)!

Eine Masern-Impfpflicht wäre der erste Schritt in Richtung einer Gesellschaft, in der unsere Kinder (vielleicht) nicht mehr von Masern, dafür aber von medizinischen Zwangsmaßnahmen bedroht sind!

Christine Becker, Trier

Eine eventuelle Impfpflicht wird damit begründet, dass „die individuelle Freiheit Grenzen haben müsse, wenn sie anderen schade.“ Welche Heuchelei!

Wenn wir diese wirklich schöne christliche Regel ernst meinen, warum missachten wir sie dann in den wichtigsten Bereichen: Die „Freiheit“ zur Abtreibung „schadet“ dem ungeborenen Kind, indem es sterben muss (50 Millionen Leben jedes Jahr weltweit!), und dieselbe Freiheit fügt der Mutter einen seelischen Schaden zu, oder etwa nicht?

Die Freiheit zur Ehescheidung schadet der Gesellschaft und besonders den eigenen Kindern. Die Freiheit, die Erziehung seiner Kinder abzugeben an Ganztags-Kitas, schadet der Eltern-Kind-Beziehung. Die Freiheit, Alkohol zu missbrauchen, schadet der ganzen Familie. Die Freiheit zur Prostitution zerstört Ehen und macht Frauen zur Ware.

Die Freiheit zur Geschlechtswahl, zur sogenannten sexuellen Orientierung, und die Freiheit, im Internet alles Verwerfliche zu konsumieren, verwirrt besonders die empfindlichen Kinderseelen.

Wer schadet eigentlich wem beim Thema Impfen? Ich behaupte mal, die Pharma-Industrie profitiert am ehesten von Impf-Cocktails, die uns schleichend krank machen. Zuallererst muss die Freiheit zur Abtreibung abgeschafft werden, dieses Unrecht schreit zum Himmel. Das wäre ein unschätzbarer Gewinn für 100 000 Kinder in Deutschland jährlich und gewiss für die Mütter und für die Gesellschaft.

Unser dreifaltiger Gott hat uns hervorragende Richtlinien für unser Leben geschenkt. Wir lehnen sie stolz ab und erfinden falsche Freiheiten. Der Schaden ist groß.

Volker Lepage, Bitburg

Ich bin seit über 20 Jahren im medizinischen Bereich tätig und halte in bestimmten Situationen impfen für sehr wichtig und notwendig. Aber harte Fakten belegen, dass die Pharma-Industrie mit der selbst erzeugten Masern-Hysterie Jahr für Jahr Milliarden Euro verdient. Ein Netzwerk aus Impfindustrie, Massenmedien, Politik und Behörden verschleiert, dass Impfungen nachweislich sogar das Sterberisiko erhöhen. Ein gesundheitlicher Vorteil für Geimpfte wurde niemals belegt. Ich kann zum Glück lesen, und wenn man sich mit der Materie etwas ausgiebiger beschäftigt, wird schnell klar, dass unser Gesundheitsminister nicht nur an einem Aufmerksamkeitsdefizit leiden könnte. Jens Spahn übernahm seinen Posten als Gesundheitsminister nicht völlig unbelastet. Als Abgeordneter im Bundestag war er von 2006 bis 2010 über an der Agentur Politas beteiligt, die Lobbyarbeit für Kunden aus dem Medizin- und Pharmasektor betrieb; Spahn war bereits Obmann im Gesundheitsausschuss des Bundestags; seine Nebenverdienste machte er jedoch erst später nach Enthüllungen des „Focus“ und anderer Medien öffentlich. Spahn wiegelte ab, es hätte  nie Interessenkonflikte gegeben. „Lobbycontrol“ wies jedoch nach, dass seine Mitgesellschafter laut Medienberichten für eine Versandapotheke und einen Pharma-Großhändler tätig waren, während Spahn im Bundestag über die Liberalisierung des Apothekenmarktes debattierte. Bilden Sie sich bitte Ihre eigene Meinung.

Komischerweise springt in Bezug  auf die Masernimpfung der sogenannte Gesundheitsexperte der SPD, Professor Karl Lauterbach, bei dessen Ausführungen ich manchmal an Tünnes und Schäl denken muss, unserem Gesundheitsminister schnell zur Seite.

Ich finde die Zwangsimpfung für Masern höchst bedenklich wegen der im Grundgesetz verfassten körperlichen Unversehrtheit Artikel 2 Abs. 2. Des Weiteren kann es nicht sein, dass quasi durch die Hintertür zwei weitere Impfstoffe verabreicht werden. Kleiner Tipp am Rande, Indien impft mit Einzel­impfstoff.

Lieber Herr Bundesminister, wir leben in einem freiheitlich demokratischen Land, in dem es möglich ist,  gleichgeschlechtlich zu heiraten. Dann muss es auch möglich sein, frei zu entscheiden, geimpft zu werden oder nicht.

Mark Reuter, Berndorf