Religion

Zum Artikel "Katholiken wehren sich gegen Diskriminierung in der Kirche" (TV vom 13. Juni) diese Meinung:

Hier heißt es: "Nach der katholischen Lehre ist die Ehe unauflöslich. Gläubige, die nach der Scheidung erneut heiraten, leben demnach in Sünde und dürfen beispielsweise keine Sakramente wie etwa die Kommunion empfangen." Die Scheinheiligkeit der katholischen Kirche besteht unter anderem auch darin, dass man die Kirchensteuer aber sehr wohl einkassiert. Scheinbar ist es für die katholische Kirche sinnvoller, dass Paare, die sich nicht mehr verstehen (aus welch einem Grund auch immer), sich für den Rest des Lebens gegenseitig die Köpfe einschlagen, statt die Möglichkeit zu suchen, mit jeweils einem neuen Partner ein angenehmes und friedliches neues Leben zu führen! Die Scheinheiligkeit erscheint noch größer, wenn man weiß, dass sowohl Priester und Bischöfe die Zehn Gebote Gottes übertreten und die abgelegten Gelübde brechen, wenn sie Frauen schwängern, sie dann im Stich lassen und einschließlich der Kinder leugnen. Es heißt, dass die Kirche für bis zu drei Kinder ihrer geistlichen Führer aufkommt (von unseren Kirchensteuern). Diese Leute dürfen weiter Moral predigen, Sakramente empfangen und die sogar verteilen. Da muss man den Christen doch recht geben, die massenweise aus der Kirche austreten. Wir können froh sein, dass die katholische Kirche keine weltliche Macht mehr hat. In den Zeiten, als man die Menschen noch arm und dumm halten konnte, war die Kirche sehr dominierend. Aber die Menschen können inzwischen lesen, schreiben, telefonieren, faxen, Fernsehen schauen, skypen und selbstständig denken. Das ist auch gut so! Jedes neuzeitliche Unternehmen hat heute junge, dynamische Menschen. Da werden die Menschen mit 65 in den wohlverdienten Ruhestand entlassen. Bei der katholischen Kirche, die weltweit mindestens 1,2 Milliarden Mitglieder hat und mit das größte Unternehmen der Welt ist, ist das anders. Warum ist das so? Machen die Alten weniger Dummheiten? Oder kann man die besser manipulieren? Wie dem auch sei, jedenfalls sind durchgreifende, längst fällige Reformen der Erneuerung, wie die Christen sich das wünschen, mit den jetzigen alten Herren nicht zu erwarten. Da wird sich auch nichts ändern, solange die Kirche nicht die Gleichberechtigung der Frauen anerkennt. Frauen sind in der freien Wirtschaft und in der Politik längst angekommen und als hervorragende Taktikerinnen anerkannt. Für die Kirche sind die Frauen anerkannt als Gebärmaschine, als Putzfrau und als brave Haushälterin für die Geistlichkeit. Für höhere Weihen im Kirchendienst gibt es keine Aussichten. Da hat die evangelische Kirche einen großen Vorsprung. Die katholischen Christen müssen allmählich ihre Untertänigkeit ablegen - und aufmucken. Norbert Schuh, Schweich