religion

Zum Leserbrief "Künftig keine Klassenarbeiten mehr im Fastenmonat Ramadan?" (TV vom 2./3. Juli):

Meinung

Im Auge des Betrachters
Ein toller Text von Herrn Marco Meng, dem eigentlich nichts hinzuzufügen ist. Etwas habe ich aber doch noch zu ergänzen: Da ich mich für Religionen interessiere, besitze ich - unter anderem - auch einen Koran. Wenn man ihn liest, ist es schon erstaunlich, dass der Koran sich für die toleranteste Religion hält, in der Mann und Frau gleichberechtigt sein sollen, aber die Praxis sieht ja wohl ein wenig anders aus. Es liegt alles im Auge des Betrachters. Solange meine persönliche Freiheit oder die meiner Familie nicht eingeschränkt oder angegriffen werden, ist mir dass ziemlich egal. Aber dem ist ja nicht mehr so. Wir leben im christlichen Abendland, und bei uns wird nun mal gerne "Schwein" gegessen. Wenn es aber dazu führt, dass in unserem eigenen Land vorgeschrieben wird, ob in einem katholischen Kindergarten oder in einer Schule kein "Schwein" mehr gegessen werden darf, weil muslimische Kinder da sind, dann geht das entschieden zu weit. In keinem muslimischen Land dürften Christen die Forderung stellen, dass im Kindergarten oder in der Schule nur noch Schwein gegessen wird, weil christliche Kinder da sind. Es ist schwierig, diese Menschen in Deutschland zu integrieren, weil sie es selbst nicht wollen und sehr viele nicht anpassungsfähig sind. Stattdessen sollen wir uns anpassen, obwohl sie bei uns Gäste sind und nicht umgekehrt. Wie im wahren Leben: Man kann alles für jemanden tun, aber wollen muss man allein. Annemarie De Pugh, Trier