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Gesundheit: Respekt ja, Angst nein

Gesundheit : Respekt ja, Angst nein

Zur Berichterstattung über die Corona-Pandemie schreiben Joachim Degen und Richard Ott:

Zum Leserbrief von Sarah Minden unter der Überschrift „Voller Widersprüche“ (TV vom 23. September):

Ich finde es mutig von Frau Minden! Endlich äußert sich jemand auch mal jemand kritisch zu Corona! Leider gibt es davon viel zu wenige. Was bringt der Mundschutz, wenn die Infektionszahlen trotzdem wieder steigen? Doch der Irrsinn geht weiter! Die rheinland-pfälzische Bildungsministerin empfiehlt, dass alle 20 Minuten die Klassen gelüftet werden sollen. Hochgerechnet auf einen Schultag verbringen Lehrer und Schüler mehr als eine Schulstunde damit, Fenster und Türen auf- und wieder zuzumachen.

Wenn dann den Schülern im Winter nach dem Lüften wieder warm ist, geht das Ganze wieder von vorne los. Und in ein paar Wochen „wundern“ sich die Verantwortlichen über die hohen Krankenzahlen an den Schulen. Aber solange es keine Covid-19-Erkrankung ist, ist das anscheinend alles kein Problem. Langsam, aber sicher habe ich das Gefühl, dass unsere Kinder außer richtigen Lüften und AHA-Regeln in der Schule sonst nichts mehr lernen sollen.

Anstatt immer neue Horrormeldungen über Corona zu verbreiten und zu glauben, sollten wir Corona als das sehen was es ist: ein hoch ansteckendes Virus, vor dem wir Respekt, aber keine Angst haben müssen.

Joachim Degen, Morbach

Zu den Artikeln „Luxemburg wieder Risikogebiet“ (TV vom 28. September) und „Corona-Regeln: Für Luxemburger wird es keine Ausnahmen geben“ (TV vom 29. September):

Es ist schon seltsam, dass man eine Formel 50/100 000 auslegen kann, wie man will. Luxemburg ist in Kantone gegliedert, dann sollte diese Formel auf die Kantone und nicht auf das ganze Land angewendet werden. In Deutschland wird in Kiel auch anders entschieden als in München, in Trier anders als in Dresden.

Deutsche dürfen für 72 Stunden nach Luxemburg, Belgien erlaubt Luxemburgern für 48 Stunden den Aufenthalt. Da könnte man mit etwas gutem Willen Abhilfe schaffen und diese belgische Regel auch für Deutschland gelten lassen! Sind das Regeln nach dem Gedanken der Europäischen Union, der Europäischen Gemeinschaft, einem grenzenlosen Europa, Schengen? Es würde helfen!

Dass die jetzt geltenden Regeln mit Quarantäne die Wirtschaft extrem schädigen, scheint keinem Politiker so recht bewusst zu sein. Von Prüm über Bitburg nach Trier und Saarburg sind davon sehr viele Betriebe betroffen. Das sind besonders der Einzelhandel und die Restaurants. Sie wurden bereits gebeutelt durch die erste Grenzschließung mit Kontrollpersonal im Frühjahr und durch die zweite Grenzschließung ohne Kontrollpersonal im Sommer sowie jetzt die dritte analog der zweiten. Was gedenkt die Politik für diese Betriebe als Unterstützung zu tun? Vielleicht wäre ein Besuch der Politiker (Bund und Land) in dieser Region angebracht – hier ist es nicht wie in Berlin, Mainz oder anderen Metropolen.

Die Gesundheit der Menschen sollte an erster Stelle stehen, dazu gehören auch die Gewerbetreibende. Ich hoffe doch, dass sich die Volksvertreter in Bund und Land daran erinnern, dass sie das Volk vertreten und nicht selbst willkürlich Entscheidungen treffen. Man muss auch nicht immer dem Rat der Virologen und des RKI folgen, es folgt ja auch keiner dem Rat der Klimafachleute in Zeiten des Klimawandels! Hygiene, Abstand und Mund-Nasenschutz ist genug, mehr kann das Volk nicht tun, da braucht man nicht noch die europäischen Freunde auszusperren! Bleibt alle gesund rechts und links der Grenze!

Richard Ott, Dasburg