Schade

Es ist dem Trierer Bischof Dr. Reinhard Marx zu danken für seine Worte über die Kirche als "Kulturträgerin in der modernen Zeit", ebenso Dank zu sagen ist für sein Einsatz für die Erhaltung der Sonntagsruhe.

Was er im Interview mit dem Trierischen Volksfreund über die Nachfrage und den Besuch der tridentinischen Messe berichtet, bedarf einiger Bemerkungen. Wenn der Besuch der in den Diözesen eingerichteten Indultmessen seiner Ansicht nach gering, aber konstant ist, so ist dies als Erfolg der Alten Messe anzusehen! Denn der Messbesuch in der neuen Liturgie hat in den letzten Jahren überall in Deutschland drastisch abgenommen, und ein Ende dieses Niederganges ist noch nicht abzusehen. Kein Geringerer als Papst Benedikt XVI. äußerte als Kardinal schwere Bedenken gegen die neue Liturgie: "Das Ergebnis der nachkonziliaren Liturgiereform ist nicht Wiederbelebung, sondern Verwüstung". Ebenso möchte ich klarstellen, dass es der jetzige Heilige Vater ist, der vor einem Jahr in einer Audienz den Generaloberen der Priesterbruderschaft empfing und unseren Gründerbischof Marcel Lefebvre einen "großen Mann der Kirche" nannte. Dieser Bischof gründete 1970 die Priesterbruderschaft St. Pius X. als Reformwerk zur Heiligung des katholischen Priestertums und Rettung der "Messe aller Zeiten". Kurienkardinal Castrillon Hoyos spricht bezüglich der Bruderschaft von einem "Werk innerhalb der Kirche. Die Katholiken, die sich an sie wenden und die Messen besuchen, erfüllen ihre Sonntagspflicht." Schade ist es, dass diese Äußerungen von römischer Seite scheinbar noch nicht bis nach Trier vorgedrungen sind. Pater Christian Schneider, Kapelle St. Matthias, Trier-Ruwer